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Ulm

13.02.2019

Das Ulmer Donautal wird zur Großbaustelle

Das Industriegebiet Donautal: In diesem Jahr stehen einige Baumaßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur an.
Bild: Alexander Kaya

In Ulms größtem Industriegebiet werden für zehn Millionen Euro zahlreiche Straßen ertüchtigt – und gesperrt. Die Handelskammer ist dennoch voll des Lobes.

Das Donautal ist das größte Industriegebiet in der Region. 300 Firmen bieten 20 000 Arbeitsplätze auf 350 Hektar. Die Ulmer Bauverwaltung startet jetzt ein „Mammutprojekt“, wie es Michael Jung, Hauptabteilungsleitung für Verkehr, bei einem Pressegespräch ausdrückte, um die in die Jahre gekommenen Zufahrtsstraßen auf den neusten Stand der Ingenieurstechnik zu bekommen. „Wir glauben, dass der Verkehrsfluss im Donautal aufrecht bleibt“, sagte Jung. Das Donautal bleibe über die B 311-Zufahrten Graf-Arco-Straße und Daimlerstraße sowie über die Wiblinger Allee von der B 30 kommend weiter gut erreichbar.

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Bereits im vergangenen Jahr wurde der Umbau der Kreuzung Wiblinger Allee/Hans-Lorenser-Straße abgeschlossen, was zu einer Verbesserung der Zufahrtssituation in das Ulmer Industriegebiet führte.

Gewerbegebiet Donautal Ulm: Viele Baustellen stehen an

Nun stehen weitere Baustellen an: Durch die Elektrifizierung der Südbahn muss eine neue Brücke an der Benzstraße gebaut werden. Die dadurch notwendige Anpassung der B311 und Eisenbahnstraße führt zu einer dortigen Vollsperrung vom 26. April bis 6. Mai. Bewusst wählte die Stadtverwaltung in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) diesen Zeitraum. Denn rund um den Maifeiertag ist im Industriegebiet ohnehin weniger los. Die Bahn zieht die Baustelle nach Angaben von Andreas Blätzinger, bei der DB-Netz für die Elektrifizierung der Südbahn zuständig, in einer 24-Stunden-Baustelle durch. Für die gleichen Arbeiten mit einer Teilsperrung würde nach Einschätzung von Blätzinger durch den zeitraubenden Bau von Provisorien hingegen ein halbes Jahr benötigt.

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Vollgesperrt wird vom 4. März bis 14. Mai auch die Straße „Gögglinger Wald“, die südlich am Industriegebiet vorbeiführt und Wiblingen mit Gögglingen verbindet. Wie Jung erklärte, habe dies auch Naturschutzgründe: Die mit giftigen Teeren belastete Straße liege in einem Überschwemmungsgebiet. Auch der Kuhbergring bekommt eine Generalsanierung verpasst: Eine Vollsperre ist vom 10. bis 13. Mai geplant. Gleiches gilt für die Wiblinger Allee. Wegen einer Fahrbahnverbreiterung ist diese Verlängerung des Kuhbergrings vom 20. Mai bis 20. Dezember komplett gesperrt.

IHK Ulm lobt die Planungen der Stadt

Auch außerhalb des Donautals stehen schon Sperren fest: Der Hindenburg-Ring ist vom 10. Mai bis 13. Mai in Richtung Neu-Ulm dicht. Hier müsse eine Brücke über die Blau (zwischen Schwenk Zement und Tankstelle) dringend saniert werden. Dazu werden im Donautal begleitend Glasfaserkabel verlegt, um den Betrieben Anschluss an das Turbo-Internet zu ermöglichen.

Die IHK, die die Stadt Ulm etwa wegen der Sperre der Friedrich-Ebert-Straße scharf kritisiert, zeigt sich „hocherfreut“ über das Baustellenmanagement. Ausdrücklich lobte Simon Pflüger, der Referent für Standortpolitik, bei einer Pressekonferenz die Arbeit der städtischen Koordinatoren Gerhard Fraidel und Michael Jung.

Dies zeige sich bei den nun anstehenden Baumaßnahmen. Denn statt einer rund sechsmonatigen Baustelle auf der B 311, die zeitlich in die Sanierung der Wiblinger Allee und weiteren Sanierungsmaßnahmen auf dem Ulmer Tangentenring fallen und damit enorme Verkehrsbeeinträchtigungen hervorrufen würde, konnten die Planer diese Baumaßnahme verkürzen.

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