1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Das Ziel der WÜW: acht plus x Sitze im künftigen Weißenhorner Stadtrat

Weißenhorn

08.11.2019

Das Ziel der WÜW: acht plus x Sitze im künftigen Weißenhorner Stadtrat

Das sind zwölf der insgesamt 24 Stadtrats-Kandidaten, die Freie Wähler und WÜW bei der Versammlung nominiert haben.
Bild: Jens Noll

Unter den 24 Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 sind einige neue und junge Mitglieder. Der Dienstälteste im aktuellen Gremium tritt nicht mehr an.

Mit neuen und jüngeren Kräften im Team stellen sich die Weißenhorner Überparteilichen Wähler (WÜW) für die Stadtratswahl im März 2020 auf. Bei einer gemeinsamen Nominierungsversammlung der Kreisvereinigung der Freien Wähler und des Weißenhorner Vereins haben die Mitglieder die Vorschlagsliste mit 24 Kandidaten einstimmig angenommen. „Wir wollen Stadtratspolitik von Bürgern mit Bürgern für Bürger machen“, sagte der stellvertretende Ortsvorsitzende Jürgen Bischof am Donnerstagabend im „Hirsch“ in Attenhofen. Die Gruppierung wolle Anregungen von Bürgern aufnehmen, diese vor wichtigen Entscheidungen beteiligen und mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Leuten bei der Wahl punkten, ergänzte der Kreisrat, der selbst auf dem ersten Platz der Liste steht.

Mit 20 Neuzugängen in diesem Jahr haben die WÜW Bischof zufolge ihre Mitgliederzahl um 50 Prozent gesteigert. Einer von ihnen ist Martin Mundt. Der 37-Jährige berichtete von mehreren Aktionen, bei denen die Gruppierung zuletzt mit vielen Weißenhornern ins Gespräch gekommen sei. Über Flyer und einen Aufruf, unter anderem auch in den sozialen Medien, wollte sie wissen, welche Themen den Bürgern wichtig seien und im Stadtrat behandelt werden sollten. Ärztliche Grundversorgung, Verkehrswesen, Schulsituation, Schaffung von Wohnraum für Familien, Spielplätze in der Innenstadt und Raum für Jugendliche seien die zentralsten Punkte gewesen, sagte Mundt.

Die Fraktion hat momentan fünf Sitze

Gleichzeitig hatten die WÜW auch Kandidaten für die Stadtratswahl gesucht. Er habe oft geschimpft über Entscheidungen des Stadtrats, erzählte etwa Christian Saviane, Inhaber des Eiscafés am Hauptplatz, über seine Motivation, sich aufstellen zu lassen. Jutta Kempter, eine der fünf derzeitigen Fraktionsmitglieder, habe ihm dann gesagt: „Mach doch selbst mit.“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Die Überparteilichen Wähler würden gerne ihren Einfluss im neuen Stadtrat ausweiten. „acht plus x“ gibt Bischof als Ziel vor, eine Verdopplung der Zahl der Sitze sei ambitioniert, aber möglich, sagte er. Mit acht Leuten würden die WÜW ein Drittel des Stadtrates stellen. Auf Bischof folgen in der Vorschlagsliste die amtierenden Stadträte Jutta Kempter, Peter Niesner und Bernhard Jüstel sowie Johannes Amann auf Platz 9. Die weiteren Kandidaten sind: Gabriele Kunze, Martin Mundt, Boris Dobrzewski, Roswitha Nittmann, Frank Ilg, Michael Dirr, Christian Saviane, Stefan Gutter, Horst Hennrich, Miriam Fetzer, Mathias Baier, Jacques Großkreuz, Andreas Schöberl, Thomas Neuhäusler, Daniel Neubauer, Anton Sauter, Reinhold Strauß, Wilhelm Pilger und Paul Silberbaur.

Gemeinsamer Wahlvorschlag aus taktischen Gründen

Werner Weiss, seit 36 Jahren kommunalpolitisch engagiert und damit dienstältester Stadtrat, zieht sich hingegen zurück. „Ich bin der Meinung, es ist jetzt genug“, sagte er. Für den Kreistag möchte der 71-Jährige aber noch einmal kandidieren. Die entsprechende Nominierungsversammlung der Freien Wähler, bei der auch ein Landratskandidat gewählt wird, findet am Mittwoch, 27. November, in Neumaiers Hirsch in Attenhofen statt.

Dass die WÜW nun erstmals mit dem Kreisverband einen gemeinsamen Wahlvorschlag für Weißenhorn machen, hat taktische Gründe. Unter dem Namen „Freie Wähler - WÜW“ könne die Gruppierung auf Platz 3 des Wahlzettels stehen, sagte Weiss – analog zum Ergebnis bei der Landtagswahl 2018.

Mehr aus der Weißenhorner Kommunalpolitik lesen Sie hier:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren