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Tarifkonflikt

28.05.2015

Das etwas andere „Klangfest“

Kita-Mitarbeiterinnen streiken weiter. Gewerkschaft kündigt für heute einen lautstarken Protest an

Für die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsberufe geht der Tarifstreit in die nächste Runde. Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, sind die Mitarbeiterinnen der städtischen Kitas heute erneut zum Streik aufgerufen, ebenso die pädagogischen Fachkräfte der Jugend- und Bildungshäuser sowie der Sozialen Dienste. In Anlehnung an das Münsterjubiläum wollen die Beschäftigten ihr eigenes „Klangfest“ vor dem Rathaus aufführen.

„Die Streikenden werden ihre Klanginstrumente mitbringen und den Starrsinn im Rathaus musikalisch beklagen“, kündigte Maria Winkler, die Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ostwürttemberg-Ulm an. „Eine Stadt, die den höchsten Kirchturm der Welt feiert, sollte auch den Weitblick haben, die gestiegenen Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte angemessen zu bezahlen.“

Es ist bereits der zehnte Streiktag. 18 Kindertagesstätten sind laut Verdi zum Arbeitskampf aufgerufen. Nur vier Kitas sollen geöffnet bleiben, nämlich die Einrichtungen an der Ochsensteige und am Ruländerweg auf dem Eselsberg, die Kita an der Wielandstraße in der Oststadt sowie die Kita am Burgauer Weg in Wiblingen. Um 10.30 Uhr versammeln sich die Streikenden am Weinhof und ziehen von dort durch die Innenstadt und vors Rathaus.

Oberbürgermeister Ivo Gönner hat sich wiederholt für ein „angemessenes“ Ergebnis bei den Tarifverhandlungen ausgesprochen. „Die derzeitige Gewerkschaftsforderung beläuft sich aber, wenn man berücksichtigt, wie die allermeisten Erzieherinnen und Erzieher tariflich tatsächlich eingestuft sind, auf ein Mehr von 20 Prozent Gehalt“, erklärte Gönner. Das sei unrealistisch. (mru)

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