Newsticker

Corona-Ausbruch in Niederbayern: 166 Infizierte in Konservenfabrik von Mamming
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Das frühere „Schiff“ heißt jetzt "Restaurant im Glas"

Neu-Ulm

03.07.2020

Das frühere „Schiff“ heißt jetzt "Restaurant im Glas"

Das ehemalige „Schiff“ in der Ludwigstraße in Neu-Ulm heißt jetzt „Restaurant im Glas“.
Bild: Alexander Kaya

Plus Die Gaststätte in der Neu-Ulmer Innenstadt hat eine neue Pächterin und einen neuen Namen. Dieses Konzept steckt dahinter.

Die Pächter wechselten, der Name blieb: Jahrzehntelang hieß das Gasthaus an der Ecke Ludwigstraße/Kasernstraße in Neu-Ulm „Schiff“. Seit Ende Februar dieses Jahres stand es leer. Nun kommt wieder Leben in die Räume. Doch diesmal bekommt die Gaststätte einen neuen Namen.

Die neue Pächterin ist Chefin von Di Natale Catering & Events in Ulm

Das Lokal hat zwar noch nicht geöffnet, doch das Schild ist schon angebracht: „Restaurant im Glas“ ist darauf zu lesen. Neue Pächterin ist Hildegard Di Natale, die seit 25 Jahren einen Catering- und Event-Service in Ulm betreibt. Das zum Gasthaus gehörende Hotel hat bereits auf, die Zimmer wurden in den vergangenen Wochen renoviert. Die Räume im Restaurant sollen noch umgestaltet und dekoriert werden, auch die Speisekarten und Flyer müssen noch gedruckt werden. In wenigen Wochen soll der Gaststättenbetrieb dann starten: „Wir wollen im August Einweihungsparty feiern“, sagte Hildegard Di Natale.

Deshalb heißt das Neu-Ulmer Restaurant nicht mehr "Schiff"

Doch wieso hat sich die Gastronomin von dem gewohnten Namen des Traditionsgasthauses verabschiedet? „Weil er nicht zu unserem Konzept passt“, erläuterte Di Natale. Und dieses sieht eben keine klassische schwäbische Küche vor, sondern etwas Neues. „Wir produzieren unsere Ware vor. Die Speisen gibt’s in Gläsern“, sagte Di Natale – daher der neue Name.

Ob Gulaschsuppe, Chili oder Kartoffelsuppe, Rindsrouladen, Geschnetzeltes oder Gulasch: Die Gerichte werden in der Wirtschaft in der Ludwigsstraße gekocht, in Gläser abgefüllt und sterilisiert. Sie sind dann vier Wochen haltbar. So sei immer genug Ware da und keine Lebensmittel landeten mehr im Müll, erläuterte Di Natale. Wenn der Gast ein Gericht ausgewählt hat, ist es schnell fertig – serviert wird es natürlich im Teller. Beilagen wie Nudeln oder Reis werden frisch dazu gekocht. Und wenn der Gast will, kann er auch ein Glas mit nach Hause nehmen. Auf die Idee mit dem Essen in Gläsern ist Di Natale vor fünf Jahren gekommen – anfangs nur für einen kleinen Kreis von Abnehmern, dann wurden es immer mehr Kunden.

Geöffnet ist das Restaurant in der Ludwigstraße montags bis freitags von 11 bis 20 Uhr

Zuletzt lief der Betrieb nur auf Sparflamme. Die Corona-Krise hat auch Di Natales Catering-Firma schwer getroffen. Hochzeiten, Firmenfeiern – „das ist alles weggebrochen“. Jetzt hofft sie, wieder durchstarten zu können – mit einem eigenen Lokal, das auch als Eventlocation gebucht werden kann. Der normale Restaurantbetrieb ist montags bis freitags von 11 bis 20 Uhr. Am Samstag und Sonntag ist nach Vorbestellung für Gruppen ab zehn Personen geöffnet.

„Es wird sicherlich nicht jeden ansprechen“, sagte Di Natale über ihr „Glas“-Konzept. Doch sie hofft auf die Neugier der Gäste: „Das Essen ist ja frisch gekocht, es wird nur anders gelagert.“ Dass das frühere „Schiff“ kein leichtes Pflaster ist, ist Di Natale bewusst. Das Restaurant zu übernehmen, sei durchaus ein Wagnis. „Aber dadurch, dass wir auch das Hotel haben, Catering und Events, glaube ich, dass wir das schaffen.“

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren