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Einweihung

01.07.2015

Das frühere Sorgenkind macht sich gut

Mit ihrem Gesang hießen die Kinder gestern die Gäste zur feierlichen Eröffnung des Kindergartens St. Martin in Wullenstetten willkommen.
Bild: Alexander Kaya

Der Neubau des Kindergartens St. Martin ist bezogen. Große Freude auf allen Seiten

Monatelang war der Neubau des katholischen Kindergartens St. Martin in Wullenstetten ein Sorgenkind der Stadt, jetzt ist fast alles gut: Gestern wurde der Neubau durch Pfarrer Anton Maric eingeweiht, nachdem die Kinder schon vor gut zwei Wochen umgezogen sind. Was fehlt, ist noch der Rollrasen in den Außenanlagen. Der soll aber in den nächsten Tagen verlegt werden, sodass die Kinder bald im Freien spielen können.

Für Kindergartenleiterin Conny Bader und ihr Team sowie die rund 110 Kinder war es gestern ein Freudentag, als die neuen Räume im Beisein von Bürgermeister Raphael Bögge und etlichen Stadträten den kirchlichen Segen bekamen.

Sorgenkind war der Neubau aus mehreren Gründen: Zunächst wurde die Stadt von einer Kostenexplosion überrascht. Statt der ursprünglich veranschlagten 1,8 Millionen Euro kostete das Gebäude an der Langen Straße voraussichtlich annähernd 2,9 Millionen Euro, wie Bürgermeister Bögge gestern mitteilte. Schon Ende des vergangenen Jahres hatte der planende Architekt zugeben müssen, dass bei der Kalkulation der Baukosten wohl Fehler passiert seien. Über einen Nachtragshauhalt musste der Stadtrat damals die Mehrkosten finanzieren.

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Kurz vor der geplanten Fertigstellung des Neubaus, wenige Wochen vor dem geplanten Eröffnungstermin im Dezember vergangenen Jahres, dann die zweite böse Überraschung: Ein zunächst höchst mysteriöser Wasserschaden machte einen Umzug unmöglich. Aus langer Zeit ungeklärten Gründen war Wasser im Erdgeschoss des Gebäudes zwischen dem Linoleumboden und dem Estrich eingedrungen, in dessen Folge der Bodenbelag Blasen bildete. Fachleute hatten große Mühe, die Ursache für die Nässe zu finden. Mehrere Monate lang dauerte es, bis das Gebäude wieder getrocknet und die Schäden beseitigt waren. Inzwischen ist die Ursache gefunden. Das Ganze soll in einer nichtöffentlichen Sitzung des Sendener Stadrates aufgearbeitet werden, kündigte der Bürgermeister gestern an. Einzelheiten wollte er mit Rücksicht auf die beteiligten Firmen jedoch nicht nennen. Für Kindergartenchefin Bader, ihr Team und für die fröhliche Kinderschar spielte das gestern alles keine Rolle: Sie freuten sich riesig, dass es nun mit dem Umzug endlich geklappt hat.

Bürgermeister Bögge hatte dem Team der Kindergärtnerin für ihre aufopferungsvolle Arbeit auch in der Phase der Provisorien gedankt. Trotz einiger Überraschungen hätte sie an das Projekt geglaubt. Bögges „Geschenk“ an die Kinder war gestern die Nachricht, dass der Rollrasen in der nächsten Woche verlegt wird. Für den Kauf von Spielzeug und weiterer Ausstattung spendierte der Kulturverein Senden 500 Euro. das Geld übergab dessen Vorsitzender Alois Pannek.

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nuz.de/bilder

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