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Abschied

25.04.2014

Das große Wechselspiel

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Konrad Dehm

Sechs Elchinger nehmen ab Mai nicht mehr am Ratstisch Platz – einige freiwillig, andere nicht

Noch genau sechs Tage ist der Gemeinderat in seiner jetzigen Konstellation im Amt. Zur neuen Periode werden neue Elchinger am Ratstisch Platz nehmen, für sie scheiden sechs andere aus – freiwillig oder nicht. Eine Übersicht:

Die CSU hat fünf Sitze im Elchinger Gemeinderat inne, davon verlassen zwei den Rat: Gerold Bosler bekam bei der Kommunalwahl nicht genügend Stimmen, Konrad Dehm trat freiwillig nicht mehr an. Mit ihm geht nicht nur ein Gemeinderats-Urgestein, sondern auch der Zweite Bürgermeister. Seit 1985 hat er dieses Amt inne, seit 1972 ist er Gemeinderat. „Ich war sehr gerne im Amt, aber nach 42 Jahren verliert man vielleicht den großen Biss“, sagt Dehm. „Ich will Platz machen für Jüngere.“ Nicht unschuldig sei daran auch Bürgermeister Joachim Eisenkolb: „Gemeinderat sein bedingt großes Vertrauen zum Bürgermeister. Ich habe den Eindruck, dass Infos unter dem jetzigen Rathauschef nicht so geflossen sind, wie sie es eigentlich müssten.“

Jetzt möchte sich der 66-Jährige erst einmal Ruhe gönnen und Urlaub machen. Der erste geht für ihn und seine Frau beispielsweise im Mai nach Russland.

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Ebenso wie die CSU haben auch die Freien Wähler fünf Sitze im Gremium inne. Auch in dieser Fraktion scheidet mit Armin Menz ein stellvertretender Bürgermeister. Seit 1984 war der Thalfinger im Gemeinderat. Doch für ihn sei im Gremium nun die Zeit gekommen, zu gehen, sagt er. „Ich werde bald 70 Jahre alt und irgendwann muss man ,Tschüss’ sagen.“ Die Entscheidung habe er sich lange überlegt und mit seiner Frau besprochen. Menz blickt auf genau zwei Jahrzehnte Gemeinderat zurück, in dieser Zeit wurden viele Entscheidungen getroffen – besonders in Erinnerung bleibe ihm der Bau des umstrittenen Einkaufsmarktes an der Elchinger Straße in Thalfingen und der Brühlhalle.

Menz wünscht dem neuen Gemeinderat, dass „er sich neu findet, dass die Kooperation mit dem Bürgermeister klappt und dass klare Entscheidungen getroffen werden“.

Bei der DGO schaffte es Brigitte Köhl nicht auf einen der drei Plätze im Gemeinderat. Dafür wären über 1220 Stimmen notwendig gewesen, Köhl erreichte hingegen nur die Hälfte.

Bei der UFWG musste niemand sein Amt niederlegen. Während der vergangenen Amtszeit wechselte aber Reinhard Rotermund zur Eule. Dort wurde er von den Bürgern für die neue Amtszeit zum Gemeinderat gewählt.

Bei der Eule trat Monika Kühl nicht mehr an. Sie war zwölf Jahre lang Gemeinderätin, der „besonders die Anliegen im sozialen Bereich am Herzen lagen“. Es sei jetzt Zeit „für junge Räte mit neuen Ideen“, sagt die 60-Jährige.

Die SPD hat künftig statt zwei nur noch einen Sitz inne. Thomas Böhm wird nicht mehr Gemeinderat sein. Vor zwei Jahren rückte er für den weggezogenen Salvatore Segreto nach. „Es war eine spannende Zeit für mich“, sagt der 59-Jährige. „Der Umgang unter den Fraktionen war gut – obwohl ich das zuvor anders gehört hatte.“ In Erinnerung bleibt ihm vor allem das Raab-Karcher-Gelände, für das nach 25 Jahren „endlich eine Lösung gefunden wurde“.

findet am Montagabend, 28. April, im Anschluss an die nicht öffentliche Gemeinderatssitzung im Foyer des Konstantin-Vidal-Hauses statt.

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