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Pfaffenhofen

06.11.2019

Das ist neu in der Pfarrkirche St. Martin

Die Pfaffenhofer Pfarrkirche St. Martin wurde komplett saniert und innen neu gestaltetet. Der Anschluss der Arbeiten wird am Sonntag zusammen mit dem Patrozinium gefeiert.
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Die Pfaffenhofer Pfarrkirche St. Martin wurde komplett saniert und innen neu gestaltetet. Der Anschluss der Arbeiten wird am Sonntag zusammen mit dem Patrozinium gefeiert.
Bild: Willi Baur

Zusammen mit dem Patrozinium feiert die Pfarrei den Abschluss der Sanierung des Gotteshauses. Pfarrer Reinfried Rimmel zeigt, was sich dort verändert hat.

Nur ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Im Grunde jedoch ist die in zwei Bauabschnitten erfolgte Sanierung der Pfarrkirche St. Martin in Pfaffenhofen abgeschlossen, ebenso die damit verbundene Neugestaltung einzelner Bereiche, vor allem im Ostchor des Gotteshauses. Am Sonntag, 10. November, wird die Pfarrei den gelungenen Abschluss des Vorhabens im Rahmen ihres Patroziniums feiern.

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So war es schon im Mai bei Beginn des zweiten Teilabschnitts geplant. Verglichen mit dem vorausgegangenen und im Februar 2016 abgeschlossenen Projekt war diese Phase jetzt überschaubar. Das spiegelt sich auch in den Kosten wider. 1,22 Millionen Euro waren seinerzeit verbaut worden, für einen neuen Dachstuhl insbesondere, eine neue Eindeckung und eine zeitgemäße Beleuchtung.

Die Schönstatt-Madonna zieht die Blicke auf sich

260.000 Euro sind für den zweiten Abschnitt der Sanierung veranschlagt, mit dem Pfarrer Reinfried Rimmel zufolge mehrere Zielsetzungen gebündelt werden sollten: „Zum einen wollten wir einige liturgische Vorgaben umsetzen, unter anderem die Ergänzung der Altarinsel im Ostchor um Ambo und Priestersitz.“ Zum anderen hätten dazu „rein praktische Erwägungen“ beigetragen. Der Seelsorger nennt in diesem Zusammenhang den Ausbau eines nicht mehr benötigten Chorgestühls und räumliche Engpässe bei Taufen im Seitenschiff. Jetzt findet sich die komplett neu gestaltete Taufstelle beim Eingang zum Ostchor. Rimmele: „Damit erinnert sie die Gläubigen schon beim Betreten des Gotteshauses an ihre Taufe.“

Das ist neu in der Pfarrkirche St. Martin

In Reichweite zum zeitlos-schlichten Taufbecken kontrastiert die kunstvoll neu eingefasste Schönstatt-Madonna nun als gewollter Blickfang und verwahrt überdies für den Priester die Tauföle. Optisch noch markanter wirkt die frei zugängliche und völlig neu gestaltete Sakramentskapelle mit Tabernakel und „ewigem Licht“. Auch dieser Bereich trägt fraglos die unverkennbare Handschrift des renommierten Bildhauers Friedrich Koller aus Laufen im Berchtesgadener Land. „In der Diözese gilt er als absoluter Meister der Proportionen“, sagt der Pfarrer.

Der Ostchor ist jetzt eine komplett ausgestattete Kirche

Lobend äußert sich Rimmel indes nicht nur zu den sakralkünstlerischen Aspekten. Vielmehr sei mit der Neugestaltung ein „überzeugendes Gesamtkonzept“ realisiert worden. Eine Grundidee dabei ist die Aufwertung des Ostchores, der nun als komplett ausgestattete Kirche zur Verfügung steht, für Werktagsgottesdienste etwa, aber auch zu Taufen und Beerdigungen. Dazu trägt übrigens auch das flexibel in beide Blickrichtungen nutzbare Gestühl bei. Neuerungen gibt es auch im Hauptschiff, unter anderem Priester- und Ministrantensitze und eine Stele mit der gotischen Madonna. Das 500 Jahre alte, jetzt neu eingefasste und im Chorbogen schwebende Kreuz verbindet sozusagen beide Kirchenräume. „Es symbolisiert auch die ständigen Veränderungen der Kirche als Einrichtung“, merkt Reinfried Rimmel an.

Es sei Zeit für Impulse gewesen, nun auch unsere Epoche künstlerisch einzubringen, fügt der Pfarrer hinzu. Fünf bis sechs Stilrichtungen seien damit inzwischen durchaus gelungen vereint. Die Entwicklung des Konzepts beschreibt er als „nicht einfachen Prozess, ein gesundes Ringen um die beste Lösung“. Das habe schlichtweg Zeit gebraucht. „Aber es hat sich gelohnt“, ist Rimmel überzeugt.

Festprogramm am Sonntag in Pfaffenhofen an der Roth

Die katholische Pfarrgemeinde St. Martin feiert den Abschluss der Sanierungsarbeiten am Sonntag, 10. November, gemeinsam mit Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg. Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  • 9.45 Uhr Begrüßung auf dem Kirchplatz und Zug zur Kirche
  • 10 Uhr Festgottesdienst, musikalisch gestaltet vom gemischten Chor des Liederkranzes, anschließend gibt es eine Mittagessen und eine Feier im Martinushaus
  • 14.30 Uhr Kinder-Kirchenführung
  • 15.30 Uhr Erläuterung zu den neuen liturgischen Orten
  • 16 Uhr Kirchenführung mit Kreisheimatpfleger Walter Wörtz
  • 17 Uhr Vesper-Gottesdienst

Anlässlich des Patroziniums wird im Martinushaus von Freitag, 8. November, bis Sonntag zudem das Pop-Musical „Martin“ aufgeführt, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

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