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Pfaffenhofen

24.05.2019

Das ist unser schönster Maibaum

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2 Bilder
Kränze, eine Girlande, bunte Bänder und Tafeln mit dem Wappen des Marktes sowie von ortsansässigen Vereinen schmücken den Pfaffenhofer Maibaum.
Bild: Alexander Kaya

Das Exemplar in Pfaffenhofen wurde Sieger im NUZ-Wettbewerb. Dem Engagement der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass er so stolz in den Himmel ragt.

Lange, bunte Bänder flattern im Wind. Wer den Kopf in den Nacken legt, sieht sie nicht nur an den beiden Kränzen des Maibaums, sondern auch in den Ästen an der Spitze. Eine grüne Girlande wickelt sich um einen Großteil des Stammes, im unteren Teil ist noch die Rinde des Baumes sichtbar, aus der bayerische Rauten herausgeschnitzt sind. Zudem trägt der Pfaffenhofer Maibaum die aktuelle Jahreszahl. Vermutlich sind es die vielen schmuckvollen Details, die dem Exemplar auf dem Kirchplatz beim Internet-Voting der Neu-Ulmer Zeitung die meisten Stimmen gebracht haben.

Denkbar knapp war allerdings das Endergebnis. Wie berichtet, entfielen 1871 Stimmen auf den Maibaum in Pfaffenhofen, nur zehn mehr als auf den Attenhofer (1861). Der Nachbarschaftsbaum aus Senden bekam 483 Stimmen. „Wir haben uns sehr über den Sieg gefreut“, sagt Tobias Simon, der Vorsitzende des Vereinsrings Pfaffenhofen. Den Dank aller ortsansässigen Vereine – 16 von ihnen zieren mit ihren Logos die Metalltafeln am Baum – gibt er allerdings an die freiwillige Feuerwehr weiter. „Sie kümmert sich wirklich um den Baum“, sagt Simon.

15 Leute der Feuerwehr Pfaffenhofen sind beschäftigt

Fällen, Schmücken, Aufbau, Abbau – das ist im Zentrum der Marktgemeinde traditionell Aufgabe der ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Ohne sie würde im Wonnemonat gar kein Baum auf dem Kirchplatz stehen. „Der Baum ist im Regelfall eine Spende von Feuerwehrangehörigen oder Waldbesitzern“, erzählt Christian Lindstedt, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins. Das aktuelle Exemplar stammt direkt aus Pfaffenhofen, der Stamm steht sogar schon das zweite Jahr auf dem Platz. Zum Tanz in den Mai am 30. April stellten ihn die Feuerwehrleute mit Hilfe eines Krans auf. Früher sei das komplett händisch erfolgt, erzählt Lindstedt. Doch aus Sicherheitsgründen müsse nun immer ein Kranwagen dabei sein.

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Bewundern können die Pfaffenhofer und Besucher des Ortes das Schmuckstück noch eine Woche lang. Nach dem Feiertag Christi Himmelfahrt wird er wieder abgebaut. Alles in allem seien 15 Leute mit dem Baum beschäftigt, sagt der Vorsitzende des Feuerwehrvereins. Mit eingerechnet sind da auch die Feuerwehrmänner, die während des Auf- und Abbaus den Verkehr regeln. Und selbstverständlich all diejenigen, die sich um den Schmuck kümmern. „Für den Dekorationsaufwand geht viel Zeit drauf“, erzählt Lindstedt. Die um den Stamm gewickelte Girlande und die Kränze sind eine Spende der Feuerwehr. Aufwändig und mühevoll sind zudem die Schnitzereien in der Rinde, die stets Michael Metz anfertigt.

Am 29. Mai wird auf den Sieg angestoßen

Für den Vorsitzenden des Feuerwehrvereins und den Chef des Vereinsrings stand natürlich schon vor dem Ergebnis des Online-Votings fest, dass der Pfaffenhofer Maibaum einfach der schönste im Verbreitungsgebiet der Neu-Ulmer Zeitung ist. Dennoch hat Tobias Simon alle Mitglieder dazu motiviert, im Internet für den wahrscheinlich höchsten Baum Pfaffenhofens zu stimmen. Und am Ende war die Entscheidung ja auch denkbar knapp.

Als Gewinner des Wettbewerbs erhält der Vereinsring bekanntlich einen süffigen Preis, nämlich ein 30-Liter-Fass Bier. Das hat die Ulmer Brauerei Gold Ochsen exklusiv für unsere Maibaumaktion gestiftet. Dieses wollen die Vorstandsmitglieder des Vereinsrings allerdings nicht allein genießen, wie Tobias Simon ankündigt. Zusammen mit der Feuerwehr und den Pfaffenhofer Vereinen wird am Mittwoch, 29. Mai, um 18.30 Uhr unter dem Maibaum auf den Sieg angestoßen. „Dabei wollen wir uns auch nicht geizig zeigen“, sagt Simon. „Wir stiften dazu noch für alle eine Wurst vom Grill und die alkoholfreien Getränke.“

Mehr zum Maibaum-Wettbewerb lesen Sie hier:

Maibaum aus Pfaffenhofen gewinnt NUZ-Wettbewerb

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