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24.01.2020

Das wollen die Grünen in Elchingen umsetzen

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Mit ökologischen und sozialen Zielen wollen die 20 Kandidaten möglichst viele Sitze im Gemeinderat bekommen

Auf dem Buffet stehen vegetarische Gerichte und an die Besucher werden in Wachs getränkte Baumwolltücher als Alternative zur Frischhaltefolie verschenkt – keine Frage, die Grünen in Elchingen setzen ihr Programm auch zum Wahlkampfauftakt in die Tat um. Eindeutig bekannt hat sich Fabian Schulze, der auf Platz vier der Liste zu finden ist, für ein „nachhaltiges und lebendiges Leben in Elchingen“. Auch Uli Hollmann, als zehnter Wahlvorschlag der Partei, plädiert dafür, dass in der Gemeinde unter anderem bei der Produktion und Herkunft der Nahrungsmittel mehr Bewusstsein Einzug hält.

Doch nicht nur ökologische Themen liegen den 20 Bewerbern am Herzen: Für die Spitzenkandidatin Jana Schlindenbusch ist, wie für viele weitere ihrer Parteikollegen, der Ausbau der Kinder- und Jugendbetreuung sowie der Erhalt der Seniorenbetreuung in Elchingen wichtig. Gleichzeitig sollen die Alternativen zum Auto durch ein attraktives Nahverkehrskonzept und Carsharing geschaffen werden.

Ähnlich sieht es auch Thomas Böhm, der auf dem zweiten Listenplatz steht: „Der Verkehr in Elchingen wird neu gedacht werden müssen.“ Fußgänger, Radfahrer, Kraftverkehr und öffentliche Verkehrsmittel müssten aufeinander abgestimmt werden, erklärt Böhm.

Sabine Dehner als Drittplatzierte fordert neben einer bedarfsgerechten Entwicklung der Kinderbetreuung und sozialer Gerechtigkeit für alle Altersgruppen eine transparente Kommunalpolitik mit aktiver Bürgerbeteiligung. Für Kandidatin Lore Kindermann ist der Klimawandel und das Artensterben nicht nur Sache der Bundespolitik, sondern ein Thema, das vor der Haustüre angepackt werden müsse: „Wir müssen uns für die Ansiedelung von umweltfreundlichen Betrieben und lokalen Läden einsetzen.“ Ähnlich schildert es auch Norbert Alzmann: „Klimaschutz beginnt auf dem eigenen Teller.“

Im vergangenen Herbst hatten sich die Grünen aus den Reihen der Elchinger Umweltliste (Eule) heraus gegründet (wir berichteten). Dreh- und Angelpunkt bis dahin war unter anderem der Gemeinderat Manfred Bittner, der nun auf dem letzen Listenplatz zu finden ist. Er spricht sich für den Erhalt von unverbauten Flächen im Ort aus, was ihm Kritik aus den Besucherreihen einbrachte. Stimmte doch Bittner im Gemeinderat für das Neubaugebiet: „Wer in einem kapitalistischen System für mehr Wohnraum stimmt, muss sich auch damit abfinden, dass Investoren gewinnoptimiert planen“, rechtfertigte sich Bittner.

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