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Elchingen

15.03.2020

Der Alte ist der Neue: Elchingen wählt Eisenkolb

Der Bürgermeister von Elchingen: Joachim Eisenkolb.
Bild: Ilse Riedel

Plus 27 Prozent machen ihre Kreuzchen aber nicht beim Amtsinhaber obwohl der gar keinen Gegenkandidaten hatte.

Der alte und neue Bürgermeister von Elchingen heißt Joachim Eisenkolb. Der gemeinsame Kandidat der Freien Wähler und Bündnis 90/Die Grüne erhielt 77 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten hatte er nicht: Weder die CSU, die Dorfgemeinschaft Oberelchingen (DOG) oder die Unabhängigen Freien Wähler hatten wie berichtet einen Herausforderer für den parteilosen Rathauschef Eisenkolb gefunden.

Dennoch wählten bei einer Wahlbeteiligung von 53,3 Prozent ein knappes Drittel (27 Prozent für „Sonstige“) nicht Eisenkolb. Etwa in dem sie einen beliebigen Namen auf den Wahlzettel schrieben. Eisenkolb ist bereits seit zwölf Jahren Rathauschef. Aber im Gegensatz zu 2008 und 2014 hatte der Familienvater keinen Kontrahenten.

Gerade das habe den Wahlkampf aber schwieriger gemacht. Das Messen mit einem anderen Bewerber um die besten Ideen habe gefehlt. Eisenkolb hatte geahnt, dass der Wahlkampf vor diesem Hintergrund ein anderer wird. „Manchmal hat sich das etwas angefühlt wie stochern im Nebel.“ Deswegen habe er sich auch ganz bewusst keine Prozentzahl als Wahlziel gesetzt.

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Die Zustimmung für Eisenkolb schwankt in den einzelnen Bezirken zwischen 93,4 Prozent und 58,5 Prozentpunkten

(Grundschule Unterelchingen) oder 59,6 Prozent (Feuerwehrgerätehaus Oberelchingen). Warum die Zustimmungswerte je nach Standort des Wahllokals so variiren, müsse in nächster Zeit analysiert werden.

Menschen die Eisenkolb nicht gewählt haben, möchte der alte und neue Rathauschef nun mit verstärkter Bürgerbeteiligung erreichen. Wie Eisenkolb die Bürger von Elchingen stärker in die Entscheidungsfindungen einbinden wird, sei noch offen. Am „Methodenkoffer“ werde er in nächster Zeit intensiv arbeiten.

Das sind die wichtigen Themen für Eisenkolb

Die Themen sind gesetzt: Als die wichtigsten Vorhaben seiner dritten Amtszeit definiert Eisenkolb den Neubau der Feuerwache Unterelchingen, die Ortssanierung in Oberelchingen und die Dorfplatzsanierung in Thalfingen. Dass die aktuelle Corona-Pandemie die Wahlen beeinflusst hat, glaubt Eisenkolb nicht. Sämtliche Veranstaltungen hätten stattfinden können. Eine ungute Stimmung habe dennoch längst auch in der Gemeinde Elchingen mit ihren drei Gemeindeteilen Thalfingen, Oberelchingen und Unterelchingen eingesetzt. „Sehr angespannt“, sagt Eisenkolb, der sich wie seine Kollegen in anderen Rathäusern gezwungenermaßen als Krisenmanager bewähren muss.

Das Ergebnis der Sitzverteilung des ebenfalls neu gewählten Gemeinderats wird am Montag erwartet. (heo)

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