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Neu-Ulm

19.03.2015

Der Ansturm hat begonnen

Rund 200 Menschen stürmten in den Media-Markt, der um 6 Uhr als erstes Geschäft in der Glacis-Galerie in Neu-Ulm seine Türen öffnete.
Bild: Alexander Kaya

Als um sechs Uhr das erste Geschäft der Glacis-Galerie öffnete, standen Hunderte Schlange. Was die Kunden zum neuen Einkaufstempel sagen

Fast zweihundert Menschen stehen eng gedrängt vor den noch geschlossenen Türen und warten darauf, dass sie sich öffnen. Dann ein Poltern, die Rollladen des Geschäftes setzen sich in Bewegung. Die Menge klatscht, einige der Wartenden jubeln. Passend zur Stimmung tönt das Lied „Happy“ aus den Lautsprechern. Diese Szene spielte sich gestern Morgen um 6 Uhr in der Glacis-Galerie ab. Denn zwei Stunden vor der offiziellen Eröffnung durch Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg startete Media-Markt als erstes Geschäft den Verkauf.

Etwas abseits vom Gedränge sitzt Daniela Schumacher auf einer Bank. Um fünf Uhr ist die 23-Jährige aus Illertissen aufgestanden, um jetzt als eine der Ersten im Media-Markt zu sein. Und das in den Semesterferien. Dabei kauft sie gar nicht für sich selbst ein: „Mein Bruder will unbedingt einen Tablet-Computer.“ Warum er sich nicht selbst auf den Weg zur Glacis-Galerie gemacht habe? „Das sind ihm hier einfach zu viele Menschen. Der liegt jetzt noch im Bett“, erklärt sie, steht von der Bank auf und folgt der Menschenmenge in das Geschäft.

Bereits wenige Minuten später verlassen die Ersten den Laden schon wieder. So wie die Cousins Ayhan Bedirhan und Fevzi Illerisoy. Sie schleppen große Flachbildfernseher aus dem Geschäft. Der 23-jährige Illerisoy war offiziell der erste Kunde. Er ist extra aus Friedrichshafen angereist, um bei einem Besuch bei seinem Cousin in der Glacis-Galerie ein paar Schnäppchen zu machen. Der 20-jährige Bedirhan aus Offenhausen erzählt: „Wie der Laden und die ganze Galerie ausschauen und was es sonst noch gibt, habe ich mir ehrlich gesagt gar nicht angeschaut. Es war ganz klar, was wir kaufen und die Fernseher stehen meist ganz hinten im Laden.“ Deshalb seien sie auch zielstrebig dahingelaufen. Sein Cousin Fevzi Illerisoy ist derweil schon wieder in den Laden verschwunden – noch ein paar Kleinigkeiten besorgen. „Der Fernseher war erst einmal das Wichtigste und das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt“, wird er später sagen.

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Wer ein paar Stunden später einen Blick in die Glacis Galerie wirft, erblickt eine Vielzahl von Menschen: Familien mit Kinderwagen, ältere Paare und vor allem Jugendliche schlendern durch den Einkaufstempel.

Die meisten von ihnen sind anscheinend zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen, denn von einem Verkehrschaos rund um die Glacis-Galerie kann nicht die Rede sein. Auch sonst scheint alles friedlich zu verlaufen: Ein Polizeisprecher meldete gestern Abend keine besonderen Vorkommnisse. Centermanager Alexandru Gavriliu kann zwar keine genauen Kundenzahlen nennen, berichtet aber von einem „erfolgreichen Tag“ trotz des „tollen, Center-feindlichen Wetters“.

Fast alle Geschäften verteilen Flyer sowie Luftballons und bieten Rabatte oder Gutscheine an. Manche begrüßen ihre Kunden außerdem mit einem Glas Sekt. Viele Einkäufer sind schon mit Tüten bepackt. Auch Sonja Dorau und ihre Mutter Helga haben jeweils eine in der Hand. Heute wollen sie sich aber nur einen groben Überblick über die Galerie verschaffen. „Wenn es sich in ein paar Tagen beruhigt hat, gehen wir dann auch in die einzelnen Geschäfte“, erklärt Sonja Dorau. Sie und ihre Mutter empfinden die Galerie allerdings als etwas „nackt“: „Es fehlen die Grünpflanzen“, sagt Helga Dorau. Mit der Auswahl der Läden sei sie dagegen zufrieden.

Auch der 20-jährige Luke House aus Neu-Ulm findet die Galerie„eigentlich ganz cool“. Außerdem sei es gar nicht so überfüllt wie gedacht. Drei Stunden sei er schon da, gesehen habe er aber höchstens die Hälfte der Fläche. Er sei keiner der Kunden, die schon in aller Frühe zur Eröffnung kommen: „Eigentlich hatte ich geplant um acht schon da zu sein. Aber dann habe ich doch lieber geschlafen“, erzählt er lachend.

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