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Senden

25.01.2020

Der Bahnübergang wird ab Februar zur Großbaustelle

Zwischen dem 23. Februar und dem 14. November 2020 ist der Bahnübergang in Senden für Autos nicht nutzbar, lediglich zwischen 20. April und 1. Mai soll es ein offenes Zeitfenster geben.
Foto: Angela Häusler

Der Bahnübergang in Senden ist ab Ende Februar lange Zeit für Autofahrer dicht. Die Anwohner befürchten Staus und mehr Verkehr – und haben viele Fragen.

Ab 23. Februar gehen die Schranken zu: Fünf Monate lang ist der Bahnübergang in Senden heuer dicht, zumindest für den Autoverkehr. Bei der Infoveranstaltung zum Bahnhofs-Umbau, veranstaltet von Stadt, IHK und Gewerbeverband, war Zeit für Bürgerfragen. Konkrete Strategien zur Unterstützung des Innenstadthandels gibt es bisher nicht.

Bis zu 30 Millionen Euro werden alle Projekt-Beteiligten von Bahn bis Kommune in den nächsten Jahren in die Bahnhofs-Modernisierung samt Gestaltung des Umfelds investieren, so der Bürgermeister vor rund 100 Zuhörern im Bürgerhaus. „In diesem Jahr geht´s endlich los“, sagte Bögge über die Großbaustelle die sich voraussichtlich bis 2024 hinziehen wird. Es beginnt mit Arbeiten an Bahnhof und Gleisen: Zwischen dem 23. Februar und dem 14. November 2020 ist der Bahnübergang für Autos nicht nutzbar, lediglich zwischen 20. April und 1. Mai soll es ein offenes Zeitfenster geben. „Fußgänger und Radler können den Bahnübergang nahezu ununterbrochen kreuzen“, betonte Bögge. Die Autos sollen während der Bauzeit über Florian- und Königsbergerstraße sowie über die Staatstraße 2019 und die Kemptener Straße ausweichen.

Kreuzung wurde mangels Baufirmen noch nicht umgebaut

Die Kreuzung am Bahnübergang wird umgebaut: Bahnhofstraße und Ortsstraße bilden künftig eine abknickende Vorfahrtsstraße, damit der Verkehr zügiger als jetzt von den Bahnschienen abfließt. Diesem Zweck dient es auch, dass das Abbiegen von der Ortsstraße in den Funkweg, bereits jetzt untersagt, in Zukunft gar nicht mehr möglich ist. Dort wartende Linksabbieger stauen nämlich den Verkehr auf den Schienen. Erneuert wird im Zuge der Straßenarbeiten auch das Kanalsystem.

Stau und Verkehrszuwachs in umliegenden Wohnstraßen befürchteten einige der Zuhörer wegen der Sperrung. Etwa an der Bach- und Ortsstraße, wo zu Stoßzeiten schon jetzt viel los sei, wie eine Sendenerin erklärte. Auch an der Kreuzung Berliner Straße / Königsberger Straße seien Staus zu erwarten, meinte ein Redner, ebenso in der Florianstraße. Es sei kaum zu verhindern, dass sich Autofahrer Schleichwege suchen, sagte Bögge in Bezug auf die Anwohnerstraßen, es sei aber das Ziel, den Verkehr über die Staatstraßen abzuwickeln. Ein Umbau der Kreuzung an der Berliner Straße sei leider mangels verfügbarer Baufirmen noch nicht geschehen. Zu regeln sei der Verkehrsfluss daher nur über die Ampelschaltungen. Bezüglich des Lärmschutzes sagte Bögge auf die Frage eines Anwohners, bisher seien keine Lärmschutzwände geplant, gefragt seien passive Maßnahmen wie der Einbau von Schallschutzfenstern.

Der Zugang zum Stadtpark wiederum werde durchgehend gewährleistet bleiben, erklärte Bögge. Zu Einschränkungen komme es lediglich auf den Parkplätzen, wo Baumaterial gelagert werden soll.

Unterstützung für Innenstadthandel ist noch unklar

Einen Ringverkehr per Bus von der City in den Sendener Norden regte eine Zuhörerin an. Eine Busverbindung zwischen Innenstadt und Norden gebe es bereits, so Bögge, weiteres wäre im Rahmen des Nahverkehrsplans zu diskutieren.

„Wie wird der Handel unterstützt?“, fragte eine Zuhörerin. Das gehe nur gemeinsam mit Innenstadthändlern, Gewerbeverband und Stadt, sagte Bögge dazu. Man werde sich dazu über Aktionen und Angebote Gedanken machen, die Stadt stehe für Gespräche zur Verfügung. Denkbar seien etwa kostenloses Parken oder Sonderöffnungszeiten der Geschäfte bei Anlässen wie Bürgerfest oder Weihnachtsmarkt. Im Gespräch werde man „Ideen entwickeln“. Den Dialog suchen, riet auch Oliver Stipar von der IHK-Regionalgeschäftsstelle Westschwaben in Bezug auf den Handel. Der Umbau sei für die Innenstadt eine Chance. Es sei aber klar, dass die Baustelle ein Ärgernis sein wird. Da sei gutes Baustellenmanagement und ein Ansprechpartner für Betroffene wichtig.

Einen Ringverkehr per Bus von der City in den Sendener Norden regte eine Zuhörerin an. Eine Busverbindung zwischen Innenstadt und Norden gebe es bereits, so Bögge, weiteres wäre im Rahmen des Nahverkehrsplans zu diskutieren.

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