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Holzheim

13.12.2019

Der Kindergarten soll ausgebaut werden

Im Kindergarten Pusteblume gibt es räumliche Engpässe.
Bild: Willi Baur

Das Haus der „Pusteblume“ in Holzheim ist zu klein und die Zahl der Kinder steigt wohl.

Der Holzheimer Gemeinderat geht von einem weiter wachsenden Bedarf bei der Kindertagesbetreuung aus und will diesen längerfristig mit einem Anbau an das bestehende Schul- und Kindergartengebäude abdecken. Damit will man auch die Provisorien ablösen, die bislang im Rathaus betrieben werden beziehungsweise noch eingerichtet werden sollen. Am Mittwoch hat sich das Gremium einmal mehr mit den Engpässen im Kindergarten Pusteblume beschäftigt.

Mit mehr zu betreuenden Kindern schon ab Januar rechnen die Verantwortlichen, wie Bürgermeisterin Ursula Brauchle und Hauptamtsleiterin Kerstin Lutz darlegten. Beide stützten sich dabei auf die aktuellen Belegungszahlen und eine Elternbefragung im Herbst. Mit im Boot ist auch das Landratsamt, das noch einer befristeten Erweiterung der Betriebserlaubnis zustimmen muss. Mit einbezogen ist die Einrichtung einer zweiten Krippengruppe im Obergeschoss des Rathauses. Eine Etage tiefer tummeln sich bereits 13 Kinder. Bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres sollen die Räume umgebaut werden und eine Fluchttreppe an der Außenwand erhalten. Allerdings muss zuvor noch das Gemeindearchiv verlagert werden.

Der Kindergarten Holzheim ist zu klein

Doch das könne kein Dauerzustand sein, sagte Lutz. „Der Kindergarten ist einfach zu klein.“ Insbesondere im Hinblick auf einen effizienteren Personaleinsatz müsse der Kindergartenbetrieb längerfristig an einem Standort konzentriert werden. Sinnvoll dazu wäre ein Anbau auf dem Areal am südlichen Ortsrand.

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Profitieren könne die Gemeinde überdies von einem aktuellen Förderprogramm des Landes. Der von bislang 50 auf 85 Prozent erhöhte Fördersatz gelte für Sonderinvestitionen in diesem Bereich, wenn ein entsprechender Antrag bis Ende August 2020 eingereicht wird, eine fertige Planung inklusive. „Darüber werden wir uns im neuen Jahr unterhalten“, kündigte die Bürgermeisterin an.

Kindergarten: Prognosen sind schwierig

Prognosen zum künftigen Bedarf seien schwierig, sagten Brauchle und Lutz: „Derzeit haben wir 25 Kinder mehr als uns vorausgesagt war.“ Die schnell gewachsene Nachfrage sei unter anderem durch das Neubaugebiet am östlichen Ortsrand entstanden, sagte die Bürgermeisterin. Lutz begründete den erhöhten Betreuungsbedarf zudem mit einem veränderten Anmeldeverhalten der Eltern. „Sie geben ihre Kinder immer früher in die Einrichtungen.“ Mit der Einführung des bayerischen Krippengeldes ab Januar dürfte sich dieser Trend noch verstärken.

Zusätzlichen Platzbedarf gibt es freilich auch für das Personal. Der vorhandene Pausenraum ist nach der Arbeitsstättenverordnung zu klein und soll in den Weihnachtsferien erweitert werden.

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