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Pfaffenhofen

20.11.2019

Der Krippenweg ist kürzer, dauert aber länger

Josef Duile aus Pfaffenhofen schnitzt seit mehr als 40 Jahren kleine Holzfiguren. Dabei ist unter anderem diese Krippe entstanden.
Bild: Christoph Lotter

Die sechste Auflage des Krippenwegs in Pfaffenhofen wird am ersten Advent eröffnet und geht diesmal bis zum Dreikönigstag.

Pfaffenhofen Für die allermeisten Menschen beginnt die Vorweihnachtszeit am ersten Advent. Nicht aber für Josef Duile aus dem Pfaffenhofer Ortsteil Berg. Er denkt das ganze Jahr über an Weihnachten. „Ich überlege mir schon im Frühjahr, was ich für Figuren schnitzen könnte“, sagt er. Gemeinsam mit dem Gewerbeverband und dem gelernten Krippenbaumeister Michael Metz organisiert der passionierte Hobbyschnitzer alle zwei Jahre den Krippenweg in Pfaffenhofen.

In diesem Jahr kommt dieser etwas kleiner und kompakter daher. An 30 Stationen sind vom ersten Advent an Krippen ausgestellt. Beim letzten Mal waren es noch zehn mehr. Dafür bleiben die Ausstellungsstücke diesmal zwei Wochen länger stehen als zuletzt, nämlich bis zum Dreikönigstag. Eine weitere Änderung gibt es bei den Standorten. Das Gewerbegebiet bleibt außen vor, die Krippen werden diesmal nur konzentriert im Ortskern ausgestellt. Eine Hälfte ist in den Schaufenstern von Geschäften zu sehen, die andere befindet sich in öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus, den Kindergärten oder dem Pfarrhaus.

Der Krippenweg in Pfaffenhofen ist am Abend am stimmungsvollsten

Auf die Idee mit dem Krippenweg sind Duile und Alfons Endres, Vorsitzender des Gewerbeverbands Pfaffenhofen, vor zehn Jahren gekommen. Die beiden wollten damals die weihnachtliche Stimmung nach Pfaffenhofen bringen und den Ort beleben – und tun das immer noch. Es ist bereits die sechste Auflage. „Glühwein und Bratwürstchen gibt’s ja überall“, sagt Endres. Am schönsten sei der Krippenweg übrigens am Abend, wenn die Schaufenster beleuchtet sind. „Da ist es am stimmungsvollsten.“

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Es sind aber nicht nur die drei Organisatoren, die Pfaffenhofen einen weihnachtlichen Anstrich verpassen. Knapp 200 Menschen seien am Krippenweg insgesamt beteiligt, berichtet Endres. Unter anderem gestalten viele Kinder aus den zwei Kindergärten St. Monika und St. Martin Krippen. Viele Ausstellungsstücke seien auch Leihgaben von Privatpersonen. Die Schnitzer in der Region würden wieder mehr werden, sagt Duile: „Wir erleben einen Krippen-Boom.“

Den gibt es schon bald in Pfaffenhofen zu sehen. Schwäbische, alpenländische und orientalische Krippen mit Tausenden Figuren aus unterschiedlichsten Materialien werden ab dem ersten Advent im Herzen der Marktgemeinde ausgestellt. „Holz, Ton, Papier, Filz – alles ist möglich“, sagt Duile. „Im Kern geht es immer um Glauben, Gestalten und Schauen.“

Eröffnung Der Krippenweg wird offiziell am Sonntag, 1. Dezember, um 15 Uhr am Rathausplatz in Pfaffenhofen mit einer kleinen Führung eröffnet.

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