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Neu-Ulm

31.01.2020

Der Kulturpreis der "Stiftung Neu-Ulm" sucht junge Musiktalente

Auch Flötistinnen und Flötisten können sich diesmal bewerben. Der diesjährige Kulturpreis der „Stiftung Neu-Ulm“ wird in der Kategorie „klassische Instrumentalmusik, Solo“ vergeben, die Gewinnern werden mit bis zu 2500 Euro gefördert.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Alle zwei Jahre lobt die „Stiftung Neu-Ulm“ einen Preis für junge Musiker aus – auch in diesem Jahr. Worauf die Juroren achten.

Wer ein Instrument hervorragend beherrscht, wer noch dazu jung ist und zudem das Glück hat, in Neu-Ulm geboren zu sein oder dort zu leben – der hat die Chance, einen Preis zu gewinnen. Alle zwei Jahre vergibt die „Stiftung Neu-Ulm, Helfen mit Herz“ einen Preis für junge Musiker mit Ambitionen. 2020 ist es wieder so weit. Der Oberbürgermeister der Stadt, Gerold Noerenberg, spendiert dabei als Privatperson, gemeinsam mit seiner Frau Cornelia Bögle-Noerenberg, den Preis für den Gewinner: Wer sich den ersten Platz erspielt, erhält 2500 Euro. Der Zweitplatzierte wird mit 500 Euro unterstützt und für den dritten Rang spendet die Stiftung 250 Euro. Die Kategorie lautet diesmal: „Klassische Instrumentalmusik, Solo“.

Der Kulturpreis der Stadt Neu-Ulm will junge Talente fördern

Vor sechs Jahren vergab die Stiftung erstmals den Kulturpreis, von Beginn an saß Matthias Haacke in der Fachjury, vor der sich die Talente beweisen müssen. Der Leiter der Musikschule Neu-Ulm erklärt: „So ein Wettbewerb ist für junge Musiker eine Möglichkeit, um weiterzukommen in ihrer Laufbahn. Jeder Wettbewerb fördert das eigene Talent.“ Hier lerne man, sich Wettbewerbs-Situationen zu stellen, sie zu meistern und daraus noch mehr Motivation für die Musik zu ziehen.

Ist dieser Wettbewerb eine kleine Neu-Ulmer Version von „Jugend musiziert“? Nein, sagt Haacke. „Bei Jugend Musiziert wird vor allem auch das musikalische Potenzial der jungen Kandidaten bewertet, mit Blick auf die Zukunft. In diesem Wettbewerb achten wir zuerst darauf, was die Kandidaten schon mitbringen. Eine gewisse Reife und Persönlichkeit muss ein Bewerber bereits entwickelt haben, um infrage zu kommen.“ Mareike Kuch, Abteilungsleiterin für den Bereich Kultur bei der Stadt Neu-Ulm, organisiert diesen Wettbewerb mit. „Es geht nicht darum, dass die Kandidaten absolut fehlerfrei spielen. Sie sollten die Musik mit Seele, Leben und Atmosphäre erfüllen“, sagt sie.

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Musiker zwischen 15 und 20 Jahren können sich für den Neu-Ulmer Kulturpreis bewerben

Der Wettbewerb richtet sich an Musiker zwischen 15 und 20 Jahren, die mitten in ihrer Ausbildung stehen, aber noch nicht den Weg einer professionellen Karriere eingeschlagen haben. Irgendwann einmal so brillant spielen können wie ein Lang Lang? Oder eine Orchesterstelle ergattern bei den Berliner Philharmonikern? Das muss nicht das Ziel der Musiker sein, die sich hier bewerben. Aber manche ehemalige Gewinner wagen bereits den Schritt in die Professionalität. 2014 erreichte Jessica Triebelhorn, geboren 1997 in Neu-Ulm, den ersten Platz beim Kulturpreis. Bis zum Bundeswettbewerb von Jugend Musiziert hatte sie es schon zuvor geschafft, dann gewann sie den Stiftungspreis – heute studiert sie Geige an der Augsburger Hochschule für Musik und spielt auf einem edlen Instrument aus dem Jahr 1777. Und im Jahr 2014 gewann sie nicht nur den Kulturpreis, seitdem ist sie auch Stipendiatin der Albert-Eckstein-Stiftung.

2016 wurde der Kulturpreis der "Stiftung Neu-Ulm" nicht vergeben

Das Interesse am Neu-Ulmer Wettbewerb fiel bislang von Jahr zu Jahr wechselhaft aus, von langen Bewerberlisten bis zum Kandidatenmangel. 2016 wurde der Preis nicht vergeben. Im Fach „Gesang“ gab es nur eine aussichtsreiche Bewerberin – zu wenig, um den Preis konkurrenzlos zu vergeben. Generell mangele es aber nicht an Talenten in Neu-Ulm, betont Haacke, und erst recht nicht unter den Instrumentalisten. Er erwartet, dass der Wettbewerb 2020 viele Musiker anlockt.

Mareike Kuch sagt, das Preisgeld sei ein Anreiz. „Damit können sich die Gewinner vielleicht ein neues Instrument finanzieren, Kurse und Dozenten bezahlen.“ Geld sei aber nicht das alles Entscheidende, ergänzt Haacke. Der Kulturpreis sei zwar regional, aber dennoch renommiert – und eine echte Wegmarke im Lebenslauf eines Musikers.

Bis zum 31. März nimmt die Stiftung Bewerbungen entgegen. Die aussichtsreichsten Kandidaten können dann am 25. April in der Musikschule ihr Talent und guten Nerven beim Vorspiel beweisen.

Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.stiftung-neu-ulm.de/projekte/kulturpreis.

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