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Aktionswoche

07.04.2016

Der Literatur-Marathon

Kunst aus Büchern machen die Londoner Connor Brothers.
Bild: Dagmar Hub

Vom 14. April bis zum 7. Mai widmet sich Neu-Ulm ganz dem Lesen. Diesmal gibt es einige Neuerungen

Aus dem, was 2013 als „Literaturwoche Ulm“ in der Griesbadgalerie startete, entwickelt sich inzwischen ein regelrechter Literatur-Marathon: Vom 14. April bis zum 7. Mai dauert die diesjährige vierte Ausgabe, die unter neuem Namen auftritt. „Literaturwoche Donau“ heißt die von Florian L. Arnold, dem Buchhändler Rasmus Schöll und Verena Schneider, Leiterin der Neu-Ulmer Kunst GmbH, organisierte Literaturreihe jetzt.

Dies deshalb, weil nicht nur die Stadt Neu-Ulm die Literaturwoche unterstützt, sondern weil zudem die Venet-Haus Galerie einsprang, als die Stadt Ulm der Literaturwoche keine Unterstützung mehr gewährte und sie deshalb vor dem Aus zu sehen schien.

Neue Kooperationspartner in Neu-Ulm öffnen Veranstaltungsorte auf bayerischer Donauseite. 2016 wirft die Literaturwoche Donau ihr Schlaglicht auf kleine und unabhängige Verlage und deren Autoren. Was passiert, wenn Verleger und Autoren ganz nah zusammenarbeiten? Um ungewöhnliche und neue Autoren geht es in der Auflage 2016, um eigenwillige Verlagsprogramme und um die besonderen Wege von Verlegern, die nicht im Mainstream mitschwimmen. Arnold, Schneider und Schöll verknüpfen die Literaturveranstaltungen mit Musikern aus der Region – zum Start gibt es Ungewöhnliches: Verena Schneider präsentiert in der Venet-Haus Galerie eine Gemeinschaftsausstellung von Arbeiten des renommierten Bilderbuch-Illustrators Einar Turkowski und der Londoner Connor Brothers, die aus alten Büchern frische, freche Kunst machen. Zur Eröffnung kommen – erstmals in Deutschland – die Connor Brothers. Diese Ausstellung läuft bis über das Ende der Literaturwoche Donau hinaus – bis zum 28. Mai.

Ein Höhepunkt der Literaturwoche dürfte die Lesung der Aufsteigerautorin Deborah Feldman aus New York sein. Aufgewachsen in einer streng orthodoxen jüdischen Gemeinde im Stadtteil Brooklyn wagte sie mit 23 Jahren den Ausstieg aus der abgeschotteten Welt, in der Bücher und sogar die englische Sprache streng verboten waren. Ihr Buch „Unorthodox“ handelt von der Selbstbefreiung einer jungen Frau aus einer fundamentalistischen religiösen Gemeinschaft und hat sich bislang mehr als eine Million Mal verkauft. Am 15 April liest sie aus dem Bestseller.

Weiterhin werden Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer, der Erzähler Kai Weyand, Walter Frei, das Wiener Teatro Caprile, der in Ulm geborene Science-Fiction-Autor Andreas Eschbach und Verleger Hubert Klöpfer zu erleben sein, außerdem Sebastian Guggolz, der im TV-Quiz gewonnenes Geld für die Gründung seines Verlags „Dead AND Alive“ verwendete und ausschließlich verstorbene Autoren verlegt – in neuen Übersetzungen und in aufwendiger optischer Gestaltung.

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