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22.06.2009

Der Maurer am Reich Gottes

Marienfried (sps) - "Er ist ein Maurer am Reich Gottes", kennzeichnete Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier den Wallfahrtsdirektor von Marienfried, Josef Fickler, bei der Festmesse zu dessen 40. Jahrestag der Priesterweihe. Er nahm damit Bezug auf den Beruf, den der Geistliche vor seinem Studium der Theologie und der Priesterweihe gelernt und ausgeübt hatte. Am Festgottesdienst in der Marienfriedkirche nahmen ungewöhnlich viele Geistliche aus der nahen und weiteren Umgebung teil, angeführt vom Neu-Ulmer Dekan Mattes.

Eine beeindruckende musikalische Gestaltung des Gottesdienstes hatte die Chorgemeinschaft Mittelschwaben aus Ichenhausen und Orchester mit der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart übernommen, aus deren Reihen auch die Solisten kamen, die unter der Leitung des Marienfrieder Organisten Georg Fackler auch mit Solisten aus den eigenen Reihen trotz der wenig günstigen Akustik bewegende Akzente setzten.

Meier entwickelte seine Gedanken aus dem Matthäus-Evangelium, in dem Jesus den Petrus fragt: Für wen hältst du den Menschensohn? Und der in die Jüngerschar berufene einfache Fischer antwortet überzeugt: "Du bist der Messias." Diese Frage, so der Domkapitular, stelle sich auch heute den Menschen. Und Fickler habe sich dieser Frage in einer schwierigen Zeit gestellt, als Parteiaufmärsche und Krieg die Menschen verwirrt hatten. Der junge Maurer habe sich klar für "den neuen Aufbruch in die Freiheit entschieden, die Christus anbietet." Und wieder in einer Zeit der Provokation, der studentischen Unruhen der 68/69-er Jahre, habe er sich wie Petrus exponiert und sich zu Christus bekannt. Dieses Bekenntnis werde heuer auch den Menschen wieder abverlangt: "Jesus will Originale, keine fotokopierten Christen, die nur mit Vorgedrucktem mit Gott kommunizieren." Meier hob die Treue Ficklers zu den Aufgaben hervor, die ihm die Kirche gestellt hatte. Kritik äußere er nur, wenn er offensichtlich Sorge um den Bestand der Kirche gehabt habe. Persönlich dankte er dem Priesterjubilar, dass er ihm als Knaben im offenen Seminar den Weg gewiesen habe.

Bei einem anschließenden Treffen im Marienfriedhaus gratulierte und dankte auch der Pfaffenhofener Bürgermeister Josef Walz dem Jubilar und bescheinigte ihm, dass er sich in der Marktgemeinde große Achtung erworben habe. Es sei gewiss "nicht immer leicht gewesen, alles auf den richtigen Weg zu bringen". Das gute Miteinander von Kommune und Kirche gelte auch für Marienfried. Das priesterliche Wirken Ficklers habe eine Zeit tief greifender politischer, sozialer und wirtschaftlicher Umbrüche erlebt.

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