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Kommentar

11.10.2019

Der SSV Ulm 1846 Fußball braucht Zeit

Ulms Trainer Holger Bachthaler (links) mit Vorstand Anton Gugelfuß. Beide wollen den Verein in die Zukunft führen.
Bild: Horst Hörger

Die Ulmer Spatzen haben einen klaren Plan für eine Zukunft in höheren Klassen. Doch manchen geht es nicht schnell genug. Das ist ein Fehler.

Wie weit Anspruch und Wirklichkeit manchmal auseinanderliegen, müssen gerade die Ulmer Spatzen feststellen. An der Donau wird so seriös gearbeitet wie lange nicht mehr. Das Team ist im Trainerstab und bei den Spielern professionalisiert, spielte innerhalb eines Jahres dreimal im DFB-Pokal und gewann zweimal hintereinander den württembergischen Verbandspokal. Alles gut also? Mitnichten, denn dummerweise stehen die Spatzen in der Tabelle der Regionalliga Südwest in der unteren Hälfte. Das passt nicht zum eigenen Anspruch und schon gar nicht zu dem einiger Ulmer Anhänger und Beobachter, die sich nach dem Aufstieg in die dritte Liga sehnen.

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Dass die Spatzen in ihren Spielen oftmals gute Leistungen zeigen (abgesehen vom Pokalspiel diese Woche), kommt bei vielen nicht an, weil die Ergebnisse zu oft gegen das Team von Trainer Holger Bachthaler sprechen. Er hat recht, wenn er sagt, dass zu sehr auf die schlechten Dinge geschaut werde. Ulm ist im Wandel und auch wenn das Team professionalisiert ist, ist die Profi-Abteilung immer noch nicht ausgegliedert. Die Möglichkeiten zu wirtschaften sind noch limitiert und selbst wenn es manche nicht hören mögen, ist es so, dass das Geld schon in der Regionalliga eine enorme Rolle spielt. Für die Unterschiedsspieler braucht es ein gutes Konto. Das wissen die Verantwortlichen und erinnern regelmäßig daran, dass das Team noch Zeit braucht.

Kommentar zur Lage beim SSV Ulm 1846 Fußball

Zeit, die es von außen zu selten bekommt. Für viele sind die Spatzen noch immer der Bundesligist der Saison 1999/2000. So entsteht Unruhe, die die Arbeit zusätzlich erschwert. Ja, die dritte Liga ist ein Ziel, das sich die Spatzen selbst gesteckt haben. Und ja, wenn man in den Partien überlegen ist, sollte man das häufiger nutzen, aber noch fehlt ein Stück Qualität und eben die Geduld der Anhänger, die Ulm dringend braucht. Der Weg, den die Spatzen in Richtung Aufstieg eingeschlagen haben, ist jedenfalls der richtige.

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13.10.2019

An die Trainer: Nur nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Besonders nicht von den * Fans *.

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