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Weißenhorn

26.10.2017

Der Schutzpatron fährt beim Leonhardiritt mit

Der Verein Heimatdienst Illertal bringt in diesem Jahr erstmals die Holzfigur des heiligen Leonhard nach Weißenhorn mit.  Das Foto zeigt eine Kutsche mit dem Schutzpatron auf dem Gelände des Schwäbischen Bauernhofmuseums.
Bild: Bauernhofmuseum/Tanja Kutter

Beim dem Zug durch Weißenhorn wird am Sonntag erstmals eine Holzstatue des heiligen Leonhard aus Illerbeuren dabei sein. Daneben gibt es noch weitere Veränderungen.

Einen besonderen Gast aus Illerbeuren können Besucher am kommenden Sonntag beim Weißenhorner Leonhardiritt begrüßen: Erstmals nimmt der Verein Heimatdienst Illertal an der traditionellen Veranstaltung teil und bringt dabei eine 1,60 Meter große Holzfigur mit. Die Darstellung des heiligen Leonhard, eine Arbeit des Allgäuer Holzbildhauers Walter Konrad, steht für gewöhnlich in der gleichnamigen Kapelle des Schwäbischen Bauernhofmuseums Illerbeuren. Im Jahr 2000, zum zwanzigjährigen Bestehen des Illerbeurer Leonhardiritts, wurde sie vom Heimatdienst Illertal zum ersten Mal mitgeführt. Nun feiert der hölzerne Schutzpatron seine Premiere in Weißenhorn.

Aus Sicht von Volker Knapp ist die Figur auf einer vierspännigen Kutsche eine Attraktion, die den 44. Leonhardiritt in der Fuggerstadt noch sehenswerter macht. Der dortige Umzug zu Ehren des Schutzpatrons der Nutztiere ist eine der größten Veranstaltungen dieser Art in Schwaben – bei gutem Wetter werden mehrere Tausend Besucher erwartet. „Die Menschen sind interessiert an Historischem“, sagt Knapp, der früher Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins war. Er hat 27 Jahre lang den Leonhardiritt organisiert. Nun möchte der 73-Jährige die Aufgabe in jüngere Hände geben.

Die Suche nach einem Nachfolger sei schwierig gewesen, erzählt Knapp. Doch mit Holger Brodka hat sich nun ein weiteres Mitglied des Reit- und Fahrvereins gefunden. Zum Übergang erhält der 33-Jährige diesmal noch Unterstützung vom langjährigen Organisator.

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Brodka zufolge haben sich bislang knapp 40 Kutschen und Gespanne für den Zug angemeldet – vom Bad Tölzer Kastenwagen bis zur Landauer Marathonkutsche. Hinzu kommen an die 15 Reitergruppen. „Erfahrungsgemäß kommen viele aber auch unangemeldet“, sagt Brodka.

Der 33-Jährige berichtet zudem von sehr vielen langjährigen Teilnehmern, wie zum Beispiel dem Emershofer Helmut Ritter, der bereits zum 35. Mal beim Leonhardiritt mitmacht. Auch der Bubenhauser Ludwig Engelhard fährt wieder mit einer imposanten Kutsche vor, die von sechs Pferden gezogen wird. Engelhard war es auch, der den Kontakt nach Illerbeuren geknüpft hat. Als Gegenbesuch wird am 12. November auch eine Weißenhorner Gruppe beim Leonhardiritt in dem Kronburger Ortsteil südlich von Memmingen mitfahren.

Los geht es am Sonntag um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Gegen 11.30 Uhr setzt sich der Zug mit Reiter, Gespannen, Vereinsabordnungen und Musikgruppen in Bewegung. Aufstellung ist wie immer auf der Oberhauser und der Reichenbacher Straße. Wegen der Baustelle in der Günzburger Straße gibt es diesmal aber eine neue Route. Sie führt über Josef-Holl-Straße, Schulstraße, Memminger Straße, Hauptplatz, Kaiser-Karl-Straße, St.-Johannis-Straße, Oberhauser Straße und Reichenbacher Straße zur Festwiese. Dort endet der Umzug mit der Pferdesegnung. Nach zwei Liedern der Stadtkapelle gibt es anschließend auch eine Bewirtung.

Die Stadt weist Autofahrer darauf hin, dass die Umzugsstrecke am Sonntag ab 9 Uhr gesperrt wird.

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