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Der gute Klang der Hilfsbereitschaft

Der gute Klang der Hilfsbereitschaft
Kommentar Von Ronald Hinzpeter
03.01.2020

Auch mit einer Ukulele in der Hand lässt sich viel Gutes tun

Manchmal muss man eben nicht nur dabei, sondern mittendrin sein. Einen Tag vor Weihnachten war der Pub Fiddler’s Green in Pfaffenhofen wieder mal gesteckt voll, alle 150 Sitzplätze waren belegt. Doch das Ungewöhnliche daran: Mindestens jede/r Zweite hielt eine Ukulele in der Hand und zupfte im Laufe der nächsten drei Stunden Weihnachtslieder, Popsongs, Folk und Rock. Alles, was sich mit maximal vier Akkorden spielen ließ. Mancher hatte zuvor noch nie ein Instrument in der Hand gehalten, aber für diesen Abend tapfer die vier Griffe gelernt. Es war toll: Die ganze Kneipe sang und spielte sich einen Abend lang die Kehle und die Finger wund. Ein großes Gemeinschaftsvergnügen, an dem ich zum ersten Mal teilnahm. Die Ukulele hatte ich erst zwei Wochen davor gekauft – sie wird nächstes Jahr wieder im Pub zum Einsatz kommen bei „Vier Akkorde für ein Halleluja“. Diese Veranstaltung hat allerdings noch einen schönen Beiklang: Der Erlös der Hutsammlung kommt zur Hälfte der Kartei der Not zugute.

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Der Ukulele-Abend in Pfaffenhofen ist sozusagen das jüngste Mitglied im weit gefassten Spendenzirkel unseres Leserhilfswerkes. Zuverlässig unterstützen uns Jahr um Jahr Vereine, Institutionen oder Einzelpersonen mit ihren Zuwendungen. Sie sorgen in schöner Regelmäßigkeit dafür, dass die Kartei ihrer Arbeit nachgehen und Not in der Region lindern kann. Die Hilfe ist so vielfältig, dass an dieser Stelle gar nicht alles aufgelistet werden kann.

Der gute Klang der Hilfsbereitschaft

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So wurde wieder fleißig für die Plätzchenaktionen unserer Redaktion auf den Weihnachtsmärkten in Illertissen und Roggenburg gebacken, Theatergruppen spendeten einen Teil ihrer Einnahmen ebenso wie Kapellen – das mittlerweile aufgelöste Trio Alpenland Sepp & Co leider zum letzten Mal – und der Lions-Club stellte zum zweiten Mal seine Adventskalender-Aktion auf die Beine. Diesmal war der Erfolg noch größer als vergangenes Jahr. Die Kartei bekam darüber hinaus Geld von Tauchlehrgängen, von Golfern, von Läufern bei Run Bike Rock, dem Pfaffenhofer Marktlauf oder dem immer beliebter werdenden Holzheimer Butterbrezellauf. Einen neuen Spendenrekord verzeichnete 2019 die Adventsfensteraktion des Finninger Obst- und Gartenbauvereins.

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Allen, allen, allen, die etwas für die Kartei der Not gespendet oder organisiert haben, sei an dieser Stelle ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt. Ohne all diese hilfsbereiten Menschen wäre die Region ärmer, im wahrsten Sinne des Wortes.


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