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10.07.2010

Deutsche Siege bringen den Erfolg

Euphorie in Schwarz-Rot-Gold: Der WM-Biergarten am Neu-Ulmer Bahnhof ist ein Erfolg. Foto: rfu
Bild: rfu

Neu-Ulm/Ulm/Holzheim Am Anfang war der Regen: Nach einem wetterbedingt holprigen Auftakt haben sich die Public-Viewing-Veranstaltungen in der Region noch zu echten Publikumsmagneten gemausert. Vor allem die WM-Spiele der deutschen Mannschaft sorgten dafür, dass unter dem Strich überall ein Plus zu verzeichnen war. Der WM-Biergarten am Neu-Ulmer Bahnhof, der dieses Jahr Premiere feierte, etablierte sich auf Anhieb als Alternative zum Münsterplatz.

Mit dem Viertelfinale war die Gewinnzone erreicht

Veranstalter Ali Bazih zog deshalb bereits ein positives Fazit. "Mit dem Viertelfinale haben wir die Gewinnzone erreicht", sagt er. Dafür gesorgt haben allerdings in erster Linie die Erfolge der DFB-Elf, bei deren Spielen die maximale Kapazität von etwa 5000 Besuchern auf dem Gelände im Glacis-Ost voll ausgereizt wurde. Das stellte auch die Logistik auf dem Areal auf eine harte Probe. Vor allem nach dem Achtelfinalspiel der Deutschen gegen England klagten einige Besucher über zu lange Schlangen an Getränkeständen und Toiletten. Bis zum Viertelfinale gegen Argentinien wurde dieser Missstand allerdings behoben - das Fußballfest in Neu-Ulm konnte reibungslos weitergehen. Nach dem deutschen Aus gegen Spanien kam es zu zwei Schlägereien, ansonsten blieb es im Glacis aber friedlich.

Auch auf dem Ulmer Münsterplatz, wo nach dem Märchensommer 2006 bereits zum zweiten Mal eine Public-Viewing-Veranstaltung über die Bühne ging, feierten die Fans ohne größere Zwischenfälle mit der deutschen Elf. "Es gab nur wenige Vorkommnisse", zieht auch Reiner Durst, Pressesprecher der Ulmer Polizei, eine positive Bilanz. Es sei eher ruhiger zugegangen als noch vor vier Jahren. Ein Erfolg war das Public Viewing im Schatten des Münsters allemal, wie Citymanagerin Anna-Maria Dietz bestätigt. "Im Großen und Ganzen hat die Veranstaltung unseren Erwartungen entsprochen", so Dietz, die für den Veranstalter, die Ulmer City Marketing, spricht. Nur zwei Wermutstropfen mischen sich in die positive Abschlussbilanz: das schlechte Wetter zu WM-Beginn und die zum Teil (erwartungsgemäß) schwächer besuchten Spiele anderer Teams. Dafür ragte laut Dietz das Halbfinale mit rund 6000 Besuchern heraus.

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Auch in vielen Biergärten und Kneipen sorgte die WM für gute Ergebnisse. Am Anfang profitierten vor allem die, die Schutz vor dem Regen boten. Wie im Holzheimer WM-Stadl, der zudem laut Mitveranstalter Michael Pintleger vom SV Pfaffenhofen im späteren Verlauf sogar noch Schutz vor der Hitze bot. "Da war es sogar am Nachmittag schön kühl." Jeweils rund 200 Besucher waren es, die bei den Deutschland-Spielen mitjubelten, mitfieberten und mitlitten. Genug für die Verantwortlichen. "Finanziell passt alles", so Pintleger.

Für einen Kassensturz ist es bei den Veranstaltern aber allerorten noch zu früh: Am heutigen Samstag spielt Deutschland um Platz drei, am Sonntag steigt das Finale. Im Glacis, auf dem Münsterplatz und in Holzheim hoffen alle auf einen Endspurt, wie ihn die WM und die deutsche Elf verdient hat.

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