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12.06.2009

Die Blaskapelle hieß Concordia

Unterelchingen (mde) - Die Blaskapelle des KSV-Unterelchingen wurde im Jahre 1919 als Musikverein "Concordia" gegründet. Dieser schloss sich 1951 dem Kraftsportverein "Jugendkraft" Unterelchingen an. "Wenn man alten Erzählungen glauben darf, dann hieß es in den Anfängen des Unterelchinger Musikvereines "Bua machs Feaschtr zua d Musik kommt", wenn die fröhlichen Musikanten mit gewaltigem Bomerdoo durchs Dorf zogen", lachte der Leiter der Blaskapelle des KSV-Unterelchingen, Wolfgang Mader anlässlich des "90. Geburtstages" der Kapelle.

Mit einer "Jubiläumsserenade" im Unterelchinger Gemeindegarten (bei schlechtem Wetter im Oberelchinger Konstantin-Vidal-Haus) feiert die Blaskapelle des KSV-Unterelchingen mit ihrem Dirigenten Wolfgang Dietrich am Samstag, 13. Juni, um 19.30 Uhr, ihren "90. Geburtstag".

Schreckenserlebnisse werden mit Schmunzeln weitererzählt

"Wenn man die Älteren erzählen hört, dann war neben dem gemeinsamen Musizieren das lustige und freundschaftliche Beisammensein einer der Hauptgründe, warum man sich der Blasmusikkapelle anschloss. Das ist heute noch genau so", weiß Mader. Neben den "Highlights" der Blaskapelle wie der Produktion von vier Tonträgern, Rundfunkaufnahmen und Konzertreisen bleiben deshalb auch besonders die Erlebnisse in Erinnerung. Zwei Anekdoten aus der neueren Zeit mögen das belegen. Bei einer Brasilienreise der KSV-Blaskapelle wurde zur Begrüßung ein Banner über die Straße gespannt. "Das wäre doch das richtige Andenken für unseren Proberaum zu Hause", dachten sich einige Musikanten. Mit der "Spitzbubenleiter" machte man sich ans Abmontieren und beschädigte dabei die Stromleitung, an welcher das Banner befestigt war. Daraufhin gingen im gesamten Stadtviertel die Lichter aus. Beim Besuch anlässlich "20 Jahre Partnerschaft zwischen Prad und dem Landkreis Neu-Ulm" traten die Musikanten zusammen mit der KSV-Jonglierriege auf. Als Gastgeschenk hatte man außer einigen Ringen Schwarzwurst einen großen, verzierten Brotlaib mitgebracht, der das abendliche Buffet zierte. Sowohl die Schwarzwurst, als auch der Brotlaib waren aber plötzlich verschwunden und auch nicht mehr auffindbar. Einer der Jonglierer hatte seine Reisetasche unter das Buffet gestellt und nicht bemerkt, dass das gesamte Gastgeschenk versehentlich in die Tasche gefallen war und so wieder die Heimreise antrat. Doch es kam nicht mehr zu Hause an. Die Musikanten und die Jonglierer ließen sich Wurst und Brot selbst schmecken. Derzeit besteht die Blaskapelle aus 45 aktiven Musikerinnen und Musikern, davon sind zehn Jugendliche. Zwei Aktive spielen seit 50 Jahren und vier seit 40 Jahren mit. 130 Kinder und Jugendliche befinden sich in Ausbildung und musikalischer Früherziehung, an Blasinstrumenten, am Schlagzeug und in Blockflötenkursen.

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