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Elchingen

19.01.2020

Die CSU ruft in Elchingen zum Zusammenhalt auf

Beim Neujahrsempfang der CSU in Elchingen (von links): Landrat Thorsten Freudenberger, Martha Moritz und Tobias Schirmer.
Bild: Andreas Brücken

Die Christsozialen sehen einige Herausforderungen auf Elchingen zukommen. Die Gemeinde steuere auf ein großes finanzielles Defizit zu.

Der Auftakt des Neujahrsempfangs der Elchinger CSU war nicht zu überhören. Mit Lautstarken Salven begrüßten die Böllerschützen Landrat Thorsten Freudenberger vor dem Gemeindehaus von St. Laurentius in Thalfingen, wo der Vorsitzende der Ortsgruppe, Tobias Schirmer, anschließend die rund 70 Gäste im Saal begrüßte.

Schirmer: Elchingen hat drei starke Ortsteile mit eigenen Charakteren

Ganz in das Zeichen der bevorstehenden Kommunalwahlen im März stellte dieser seine Rede mit dem Wunsch an die Mandatsträger, die Politik wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen, während die Gemeinde in den kommenden Jahren auf ein großes finanzielles Defizit zusteuern werde. Ausgaben für Schulen, Kindergärten, Feuerwehr oder die Wasserversorgung und -entsorgung würden die Gemeindekasse in Zukunft erheblich belasten. „Deshalb müssen wir in den bevorstehenden Jahren neue und innovative Möglichkeiten nicht nur ansprechen, sondern auch umsetzen“, erklärte Schirmer und appellierte an die Mithilfe der Bürger aus der Gemeinde: „Wir haben drei starke Ortsteile mit eigenen Charakteren.“ Besondere Herausforderungen würden in Zukunft die Mobilität der Bürger und bezahlbarer Wohnraum für Jung und Alt mit sich bringen.

CSU will Autobahnauffahrt bei Weissingen

Doch zeigte sich Schirmer zuversichtlich, dass diese Aufgaben vom Zusammenhalt einer Gemeinschaft gelöst werden könnten, wenn dabei selbst der Einzelne nicht aus dem Blick verloren werde. Als Ziel der CSU erklärte Schirmer den Ausbau der Behelfszufahrt auf die Autobahn in Weissingen. „Eine Autobahnauffahrt würde die Ortsmitten vom Verkehr erheblich entlasten.“

Die CSU ruft in Elchingen zum Zusammenhalt auf

Landrat: Wertschätzung und Menschlichkeit als Verteidigung gegen Hetze

Mit Blick auf die politischen Tendenzen zur Radikalisierung erklärte Schirmer, dass Parolen und Populismus keine Alternative zur Demokratie seien. Landrat Freudenberger stimmte Schimer zu: Wertschätzung und Menschlichkeit seien die beste Verteidigung gegen die Hetze jener, welche die Demokratie bedrohen wollen. Gleichzeitig erinnerte der Landrat in seiner Rede an die Stärken der Gemeinschaft, in der zahlreiche freiwillige Helfer der soziale Kit für die Gesellschaft seien. Ähnlich wie die Böllerschützen, die den Auftakt zur Veranstaltung gaben, stehen die Ehrenamtlichen in Vereinen, Kirchen und Organisationen mit ihrem Engagement für die Hilfsbereitschaft als Tradition, die nicht verstaubt, sondern modern und fortschrittlich sein dürfe. So könne die Frage, ob Milch und Eier nicht hunderte Kilometer gefahren, sondern regional hergestellt und konsumiert werden, ein Beispiel für eine zeitgerechte Marktform sein. „Der Umwelt- und Naturschutz ist ein Grundsatz für eine christliche Partei“, so Freudenberger.

Rückschläge, wie sie in der Geschichte selbst den größten Erfindern widerfahren seien, dürften kein Hinderungsgrund sein, sich weiter für innovative Ideen wie das geplante Wasserstoffprojekt im Landkreis stark zu machen: „Menschen die fleißig und ehrlich ihre Arbeit machen, bringen den Erfolg für unsere Heimat.“

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