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Neu-Ulm/Ulm

16.01.2019

Die Fans von „Äffle und Pferdle“ lassen nicht locker

In einer Äffle- und Pferdle- Ausstellung in der Ulmer Sparkasse war kürzlich auch eine Ampel mit den bekannten Trickfiguren zu sehen. Im Straßenverkehr sind solche Anlagen bislang noch nicht zulässig, auch nicht in Neu-Ulm.
Bild: Alexander Kaya

Die Behörden lehnen eine Ampel mit den TV-Trickfiguren in Neu-Ulm ab. Der Äffle- und Pferdle-Fanclub hofft deshalb auf eine Gesetzesänderung.

Rückschlag für den Pferdle- und Äffle-Club Ulm: Eine Fußgängerampel mit den beiden aus dem Fernsehen bekannten Zeichentrickfiguren wird es in Neu-Ulm vorerst nicht geben. Sowohl die Stadt als auch die Regierung von Schwaben erteilten den Plänen des Vereins eine Absage. Die Fans von Äffle und Pferdle lassen sich davon aber nicht entmutigen. Sie hoffen, dass es zu einer Gesetzesänderung kommt. Dann könnten die schwäbischen Sympathieträger auch Ampeln in Ulm zieren. Bislang gibt es das Konterfei des Kult-Duos nur auf einem Drücker an einer Signalanlage an der Herdbrücke („Druffdrugga“).

Neu-Ulmer OB setzt sich für Ost-Ampelmännchen ein

Wie berichtet, wandte sich Klaus Winter vom Pferdle- und Äffle-Club Ulm kürzlich in einem Brief an Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU), um sich auch auf der anderen Seite der Donau für eine Ampel mit seinen Helden stark zu machen. Inzwischen hat Noerenberg geantwortet. „Ihre Idee hat durchaus Charme und es würden sich sicher auch viele Neu-Ulmer Bürgerinnen und Bürger über das Äffle und Pferdle in einer Lichtsignalanlage freuen“, schrieb er zurück. Jedoch dürften nach der Straßenverkehrsordnung und den Richtlinien für Lichtsignalanlagen nur ein stehender und ein schreitender Fußgänger im roten und grünen Leuchtfeld einer Ampel verwendet werden, „sprich das Ost-Ampelmännchen und sein westdeutscher Kollege“. Im Freistaat seien sogar die Symbole aus dem Osten unzulässig – für deren Verbleib will sich Noerenberg weiter einsetzen, beispielsweise an der Glacis-Galerie, am Donau-Center oder in der Gartenstraße. Der OB macht aber auch den Äffle- und Pferdle-Fans Hoffnung: „Vielleicht ergibt sich ja in der Zukunft durch Änderungen der Vorschriften eine Möglichkeit für solche und ähnliche Installationen in Lichtsignalanlagen.“

Zuständig ist letztlich ohnehin die Regierung von Schwaben. Die erklärte in ihrem Antwortschreiben, dass Ausnahmegenehmigungen für Sondersymbole zwar möglich seien – beispielsweise gibt es eine „Kasperle“-Ampel an der Augsburger Puppenkiste. Für das Symbol „Äffle und Pferdle“ in Neu-Ulm sieht die Behörde aber keine vergleichbare Ausnahmesituation, zumal die Figuren nur im Ländle Bekanntheit genössen und auch dort nicht ortsgebunden, sondern im regionalen Fernsehen. „Ihrem Wunsch können wir daher leider nicht entsprechen“, schreibt die Regierung.

Der Ulmer Verein ist allerdings der Ansicht, dass es nicht nur in Neu-Ulm, sondern in ganz Bayerisch-Schwaben Fans der tierischen SWR-Figuren gibt. Nachdem sich der Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg Ende vorigen Jahres für eine Äffle- und Pferdle-Ampel ausgesprochen hat (wir berichteten), setzen die Ulmer Fans der Trickfiguren nun auf den Bund-Länder-Fachausschuss für die Straßenverkehrsordnung. Dort wird eine bundeseinheitliche Regelung für alternative Ampelsymbole diskutiert. Gut möglich also, dass künftig die Kasperle-Ampel von Augsburg, die Mainzelmännchen-Ampel von Mainz und die eine oder andere Äffle- und Pferde-Ampel in Ulm und Neu-Ulm hochoffiziell genehmigt werden.

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