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Holzheim

09.05.2019

Die Gemeinde Holzheim hat viel Geld zum Bauen

Die Neugestaltung der Holzheimer Dorfmitte ist eines der größten Projekte im Haushalt der Kommune.
Bild: Willi Baur

Der Gemeinderat verabschiedet einen Rekord-Haushalt. Einer der dicksten Ausgabeposten ist der Umbau der Dorfmitte. Die ersten Arbeiten gehen bald los.

Eine sehr umfangreiche Sitzung hat der Holzheimer Gemeinderat am Montagabend bewältigt. Dabei ging es auch ums Geld. Diskussionsbedarf dazu gab es jedoch nicht: Einstimmig hat der Gemeinderat den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen, ebenso die mittelfristige Finanzplanung und das Investitionsprogramm für die Jahre bis 2022. Das Gremium folgte einer Empfehlung des Finanzausschusses, der sich wie berichtet schon mit dem Zahlenwerk beschäftigt hatte (Lesen Sie dazu: Bauprojekte prägen den Holzheimer Rekord-Haushalt ).

Der Etat weist ein Volumen von fast neun Millionen Euro auf. „Das sind 2,3 Millionen mehr als im Vorjahr und bedeutet einen Rekord-Haushalt“, sagte Bürgermeisterin Ursula Brauchle und räumte ein: „Die Gestaltung war heuer nicht einfach.“ Dank bemerkenswerter Rücklagen („wir haben 5,5 Millionen Euro auf der hohen Kante“) könnten aber gleich mehrere Großprojekte finanziert werden. Als Beispiele nannte Brauchle die Neugestaltung der Dorfmitte, die Erschließung eines neuen Wohngebietes am südwestlichen Ortsrand Holzheims und die Erweiterung des Gewerbegebietes an der Leibi.

Die EU zahlt eine halbe Million Fördergeld

4,2 Millionen Euro sollen dazu insgesamt aus den Finanzreserven fließen. „Ich weiß, dass die Umgestaltung unserer Dorfmitte nach wie vor kontrovers diskutiert wird“, sagte die Bürgermeisterin über das auf 1,4 Millionen Euro veranschlagte Projekt. „Aber bei fast 500.000 Euro Fördermitteln muss man zuschlagen“, verwies sie auf das entsprechende Programm der EU.

Gleichwohl würden auch andere anstehende Projekte nicht vernachlässigt. Die Sanierung des Kanalnetzes etwa oder die von Straßen und Gehwegen sowie des Rathauses. Gleiches gelte für Neuanschaffungen für Schule und Feuerwehr. „Aber auch unsere IT-Sicherheit kostet immer mehr“, zählte Brauchle auf. Dessen ungeachtet sei die Kommune gerade mal mit 74000 Euro verschuldet. „Insofern müssen wir nicht weinen“, sagte die Bürgermeisterin, „aber wir müssen die Ausgaben im Auge behalten“. Nicht zuletzt beinhaltet der Haushalt auch „Altlasten“, wie Brauchle es bezeichnete. Die 185000 Euro nämlich für den längst eingeweihten und intensiv genutzten Radweg nach Steinheim. Dieses Projekt hatte die Stadt Neu-Ulm federführend bearbeitet, aber bislang noch nicht mit Holzheim abgerechnet.

Zuvor hatte das Gremium in der Sitzung ebenfalls einstimmig die ersten Tiefbauarbeiten im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Dorfmitte an ein Unternehmen aus dem Unterallgäu vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt ungefähr 355.000 Euro und beinhaltet die Sanierung des Mischwasserkanals samt neuer Hausanschlüsse in diesem Bereich sowie eine komplette Erneuerung der Wasserleitung.

Nur ein Unternehmen reichte ein Angebot ein

Bauamtsleiter Alexander Gehr zufolge liegt der Auftragswert acht Prozent über der ursprünglichen Kostenberechnung. Große Auswahl bei der Vergabe hatte das Gremium nicht: Es war das einzige Angebot, das im Rahmen der beschränkten Ausschreibung eingegangen ist. Dementsprechend groß war am Ratstisch die Erleichterung: „Ich bin froh, dass wenigstens eines eingegangen ist“, gestand die Rathauschefin. Angesichts voller Auftragsbücher in der Branche sei das minimale Interesse der Firmen allerdings keine Überraschung.

Für eine neuerliche Ausschreibung sah Brauchle keine Veranlassung. „Die Preise werden damit nicht besser“, vermutete der Fachmann Karl Rösch, der das Vorhaben betreut. Überdies stehe der enge Zeitplan für das Gesamtprojekt einem weiteren Anlauf entgegen. Schließlich sollen die vorbereitenden Maßnahmen bis zum Dorffest Ende Juli abgeschlossen sein.

Neue Wandverkleidung für die Turnhalle des TSV Holzheim

Darüber hinaus haben sich die Räte in weiteren Verlauf der Sitzung mit der Turnhalle des TSV Holzheim befasst. Bei deren Sanierung will der Sportverein neben dem Boden auch die Wandverkleidung erneuern. Die daraus resultierenden zusätzlichen Kosten hat der TSV auf rund 5000 Euro beziffert.

Zehn Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben wird die Gemeinde übernehmen, wie der Gemeinderat auf Antrag des TSV einstimmig beschloss. „Die Verschönerungsmaßnahme ist sicher sinnvoll und der gewählte Zeitpunkt im Zusammenhang mit der Erneuerung des Hallenbodens nachvollziehbar“, sagte Brauchle. Die Kosten der großen Maßnahme sind mit 40000 Euro veranschlagt. Eine entsprechende Bezuschussung hatten die Räte in einer früheren Sitzung beschlossen.

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