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Roggenburg

17.01.2019

Die Gemeinde Roggenburg will einen Fachmann für Senioren einstellen

Die Gemeinde hat einen Strategieprozess angestoßen mit dem Titel "Gut alt werden können in Roggenburg".
Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Eine neue Stelle soll dazu beitragen, dass sich ältere Bürger in Roggenburg bald wohler fühlen. Die Gemeinde beantragt dafür Fördermittel.

Senioren sollen sich in Roggenburg möglichst wohl fühlen – darauf arbeitet die Gemeinde derzeit mit einer eigenen Strategie hin. Am Dienstagabend beschloss der Gemeinderat einen nächsten Schritt: Mit einem Zuschuss soll eine eigene Fachkraft finanziert werden, die den Strategieprozess vorantreibt. Dieser trägt den Titel „Gut alt werden können in Roggenburg“.

Eine Bürgerbefragung, ein Seniorenforum und einen Workshop mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus der Seniorenarbeit hat die Verwaltung in den vergangenen Monaten bereits organisiert. Außerdem hat die zuständige Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ ein Quartierskonzept erarbeitet, das wichtige Themen zum altersgerechten Leben im Ort berücksichtigt. Dazu gehören unter anderem entsprechende Wohnungen, Nachbarschaftshilfe, Betreuungsangebote, spezielle Beratung oder Freizeitaktivitäten.

Bei der Umsetzung der Maßnahmen soll künftig ein „Kümmerer“ helfen, der acht Stunden pro Woche das ausgearbeitete Quartiersmanagement für die Gemeinde übernimmt. Zu seinen Aufgaben soll laut dem Konzept, das den Gemeinderäten vorgelegt wurde, unter anderem die Beratung von Senioren und die Vernetzung von professionellen und ehrenamtlichen Angeboten vor Ort gehören. Auf diese Weise soll ein verlässliches Hilfenetz für Ältere und ihre Angehörigen entstehen.

Der Freistaat Bayern stellt Geld zur Verfügung

Finanziert werden könnte die neue Fachkraft, die nach Angaben der Verwaltung über eine sozialpädagogische Ausbildung verfügen sollte, zum Teil aus Fördermitteln. Denn für das Konzept steht eine Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 80.000 Euro in Aussicht, die verteilt auf vier Jahre ausgezahlt wird. Dieses Geld stellt das bayerische Familienministerium über ein Förderprogramm zur Verfügung.

Die Räte waren sich einig, dass die Gemeinde die Fördermittel nun beantragen soll. „Die Ehrenamtlichen sind an den Grenzen der Leistungsfähigkeit und ohne einen Kümmerer würde das wieder einschlafen“, sagte Joachim Graf. „Weitermachen“ forderte ebenso Thomas Franke, „was dabei rauskommt, wird sich zeigen“. Es sei wichtig, auch nach den Älteren zu schauen, sagte Johann Ott. Johannes Schmid mutmaßte, dass es wahrscheinlich nicht einfach sein werde, für diese Stundenzahl eine passende Fachkraft zu finden. Möglicherweise lasse sich aber eine Kraft in Zusammenarbeit mit einer weiteren Kommune beschäftigen, sagte Bürgermeister Mathias Stölzle. Es gehe aber nicht darum, dass die Gemeinde nun etwa Pflegekräfte beschäftige, wie offenbar manche erwarteten. „Das kann die Gemeinde nicht leisten“, stellte der Rathauschef klar.

Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats wird die Verwaltung nun einen Förderantrag stellen, um im bayerischen Programm „Selbstbestimmt Leben im Alter“ berücksichtigt zu werden.

Mehr zu dem Thema lesen Sie hier: Senioren wünschen sich Hilfe im Alltag und Senioren geben wichtige Impulse fürs Leben im Alter

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