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Burlafingen

18.11.2017

Die Grundschule Burlafingen braucht dringend mehr Platz

Normalerweise büffeln hier Schüler – am Donnerstag trafen sich Eltern und Vertreter der Stadt im Container an der Grundschule Burlafingen.
Bild: Alexander Kaya

Die Neu-Ulmer Stadtverwaltung wurde von dem starken Anstieg der Schülerzahlen überrascht. Viele Eltern können das nicht verstehen und sind verärgert.

Die Grundschule in Burlafingen platzt aus allen Nähten. Um die derzeit 201 Schüler unterrichten und mittags sowie nachmittags betreuen zu können, hat die Stadt zusätzlich zwei Container aufgestellt. In einem davon trafen sich Eltern, Vertreter der Schule und der Stadtverwaltung am Donnerstagabend vor der Bürgerversammlung, um über die derzeitige angespannte Situation zu sprechen.

Ralph Seiffert, der Leiter des Fachbereichs Schulen, Kultur, Sport und Soziales, räumte ein, dass die Verwaltung von der Entwicklung kalt erwischt wurde – und das trotz aller Berechnungen im Vorfeld, die Zu- und Wegzüge, die Bevölkerungsentwicklung, Neubaugebiete und viele andere statistische Faktoren berücksichtigt hätten. Jahrelang habe die Schulbesuchsquote in Burlafingen bei etwa 85 Prozent gelegen. Die übrigen Kinder gingen auf andere Schulen, etwa private Bildungseinrichtungen in Ulm. Doch von einem Jahr auf das andere sei die Quote auf mehr als 95 Prozent hochgeschnellt. Das sei nicht vorauszusehen gewesen: „Wir können nicht auf Reserve bauen“, sagte Seiffert. Die Stadt habe zwar damit gerechnet, dass die Grundschule Burlafingen in die Dreizügigkeit kommt, aber erst drei, vier Jahre später. „Jetzt brauchen wir eine Übergangslösung.“ Dazu werde es Gespräche mit der Schulleitung und mit der Regierung von Schwaben geben, die letztlich die Genehmigung erteilen muss. „Wir steigen ab sofort in die Planung für eine Erweiterung ein“, sagte Stadtbaudirektor Markus Krämer. Denkbar wäre, das Dach der Schule abzunehmen und ein weiteres Vollgeschoss draufzusetzen. Doch bis ein möglicher Anbau fertig ist, müssen die Schüler anderweitig untergebracht werden – ob in einem weiteren Container oder möglicherweise in der alten Schule, das ist noch völlig offen.

Eltern zeigten sowohl beim Ortstermin als auch bei der Bürgerversammlung in der Iselhalle wenig Verständnis für die Erklärungen der Stadtspitze. „Ich bin enttäuscht, dass man’s nicht hinbekommt“, sagte eine Mutter. „Der Eindruck bei den Eltern ist, dass hier klein-klein geplant wird und nicht langfristig“, meinte ein Vater. Es sei unverständlich, dass die Entwicklung angeblich so überraschend komme, wo doch bekannt sei, wie viele Kinder es in Burlafingen gibt, fanden viele Eltern. „Das ist keine zufriedenstellende Situation“, war ebenfalls zu hören. Ein Mann richtete schließlich „die Bitte aller Burlafinger, Dampf zu machen“, an die Vertreter der Verwaltung.

Auf die Nachfrage eines Bürgers versicherte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU), dass es aktuell keine Planung für ein weiteres Neubaugebiet gebe – allein schon wegen der angespannten Situation an der Grundschule. Tobias Frieß, Leiter des Fachbereichs Öffentlicher Lebensraum und Verkehr, informierte über einige Vorhaben, die nächstes Jahr anstehen. So soll der Spielplatz am Laubeweg saniert werden. Zwischen Burlafingen und Pfuhl wird an der Einmündung der Kreisstraße in die Staatsstraße ein neuer Kreisverkehr gebaut.

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