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Pfaffenhofen

26.01.2020

Die Hauptstraße soll ein frisches Gesicht bekommen

Pfaffenhofen lässt für den Bereich an der Hauptstraße 19 bis 31 (unser Bild zeigt rechts unten einen Teil davon) einen neues Konzept erstellen.
Foto: Alexander Kaya

Die Markträte beauftragen einen Städteplaner. Er soll ein neues Konzept für den Bereich an der Hauptstraße 19 bis 31 erstellen. Auch die Bürger können Ideen einbringen.

Das Areal an der Hauptstraße 19 bis 31 ist dem Pfaffenhofer Marktgemeinderat in seiner jetzigen Form ein Dorn im Auge. Viel Leerstand und eine angedachte Erweiterung eines direkt angrenzenden Gebäudes für betreutes Wohnen machen den Bereich überholungsbedürftig. Das Gremium gab deshalb in seiner Sitzung am Donnerstag einen städtebaulichen Rahmenplan für das Areal in Auftrag. Auch die Bürger sollen in die Planung mit einbezogen werden. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Räte mit fünf Gegenstimmen. Kostenpunkt für die Erstellung: Fast 24000 Euro.

Kein günstiges Unterfangen, aber das Geld sei gut angelegt, sagte Bürgermeister Josef Walz. Der Rahmenplan soll als Grundlage für die Entwicklung des etwa einen Hektar großen Areals dienen. Dabei soll der Architekt die Entwicklungsmöglichkeiten im Kontext der geplanten Erweiterung des Gebäudes für betreutes Wohnen betrachten. Das Haus für betreutes Wohnen grenzt direkt im Westen an das Areal an. Hier sind auch Geschäfte im Erdgeschoss geplant.

Die Planung soll Initialzündung für weitere Ideen sein

Markus Werwein (CSU) sprach sich gegen die Aufstellung eines solchen neuen Rahmenplanes für das Areal an der Hauptstraße aus: „Ich habe Bedenken, weil der Großteil ohnehin in Privatbesitz ist.“ Tatsächlich befinden sich lediglich zwei Gebäude in dem Bereich im Besitz der Marktgemeinde. Ein weiteres soll in absehbarer Zeit noch hinzu kommen. Andreas Wöhrle (FWG) gab zu Bedenken: „Es könnte sein, dass Einzelne nicht mitmachen, da müssen wir aufpassen – das müssen wir vorher abklären.“

Neben der Kritik überwiegten jedoch die positiven Stimmen im Pfaffenhofer Rathaus. „So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben“, sagte etwa Hildegard Mack (CSU). Derselben Meinung war auch Karlheinz Thoma (SPD): „Ich sehe das als Initialzündung, dass sich überhaupt etwas tut.“ Die Gemeinde solle den Privatpersonen dahingehend Unterstützung leisten, sagte Thoma: „Die ganzheitliche Planung hat sich bewährt, das ist der erste Schritt.“ Dem stimmte auch Walz zu: „Über die Umsetzung müssen wir natürlich diskutieren, aber jetzt steht erst einmal die Planung an.“

Eine Bürgerwerkstatt für die Pfaffenhofer ist angedacht

Der Bürgermeister stellte in der Folge klar, dass es sich bei dem Rahmenplan nicht um einen Angriff auf das Privateigentum handelt: „Es geht darum, was städtebaulich Sinn macht.“ Deshalb plädierte er auch dafür, die Bürger zu beteiligen. „Wir wollen das gemeinsam erarbeiten. Vielleicht hat der ein oder andere ja eine gute Idee.“ Angedacht ist eine Art Bürgerwerkstatt, bei der die Ideen der Pfaffenhofer gesammelt werden.

Der genaue Zeitplan für das Projekt steht noch nicht fest. Angedacht ist eine nächste Besprechung des Themas im März. Dann soll der beauftragte Architekt einen ersten städtebaulichen Vorentwurf präsentieren. Frühestens bis zum Sommer könnte der Städteplaner dann sein fertiges Konzept vorlegen. Über dieses wird der Marktgemeinderat dann erneut abstimmen.

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