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19.10.2018

Die Hittistetter Dorfstraße bleibt ein Sorgenkind

Anwohner fordern mehr Überwachung oder Tempolimits, um den Verkehr auf der Hittistetter Dorfstraße zu bremsen.
Bild: Angela Häusler

Bewohner klagen über Durchgangsverkehr und Raser. Der Rathauschef spricht über mögliche Gegenmaßnahmen und kündigt einen Vor-Ort-Termin im Frühjahr an.

Verkehrsbelastung und Gefahren für Fußgänger: Das Sorgenthema Nummer eins in Hittistetten ist und bleibt die Dorfstraße. Das wurde bei der Bürgerversammlung in dem Sendener Stadtteil erneut deutlich.

Ungefähr 30 Zuhörer hatten sich am Mittwochabend im Feuerwehrgerätehaus eingefunden, um bei Bürgermeister Raphael Bögge ihre Fragen und Anliegen loszuwerden. Mehrere Hittistetter beklagten dabei die Situation in der Dorfstraße, die den Anwohnern wegen des zuweilen starken Durchfahrtsverkehrs und überhöhter Geschwindigkeit schon seit vielen Jahren ein Ärgernis ist. „Wann kommt da endlich Tempo 30?“, fragte ein Redner. „Da muss etwas passieren“, forderte eine Frau. Und: Es brauche dort mehr Verkehrsüberwachung. Ob ein Tempolimit infrage kommt, werde er nächste Woche noch einmal beim Staatlichen Bauamt ansprechen, antwortete der Bürgermeister, denn die Kommune sei ja für die Staatsstraße nicht zuständig.

Eine Ampel hält der Bürgermeister von Senden nicht für realistisch

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Da sich in der Ortsdurchfahrt die Kanaldeckel abgesenkt hätten, verursachten darüberfahrende Lastwagen außerdem großen Lärm, kritisierte ein anderer Anwohner. Eine Ampel auf Höhe der Kapelle zu installieren sei die beste Lösung für die Dorfstraße, war ein weiterer Diskussionsteilnehmer überzeugt, der sich vor allem Sorgen um die Schulkinder machte. Die nämlich könnten die Straße morgens nicht alleine überqueren.

Ein weiterer Bürger regte an, wenigstens Geschwindigkeitsanzeigen zu installieren. Die gebe es etwa auch in Reutti und das habe einen deutlichen Effekt: „Man tritt da automatisch auf die Bremse.“ Solche Anzeigen, versprach Bögge, „nehme ich in den Haushalt 2019 auf.“ Bei den Beratungen könne dann darüber entschieden werden. Dass eine Ampel kommt, halte er aber nicht für realistisch. Über einen Zebrastreifen, den er ebenfalls nicht versprechen wollte, könnten die Anwohner aber bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin mit Fachleuten des Straßenbauamts reden, schlug Bögge vor. Dieser Termin soll nun für Frühjahr 2019 anberaumt werden.

Auch parkende Autos bereiten Probleme in Hittistetten

Probleme gebe es aber auch durch parkende Autos in der Eschachstraße, bemerkte ein weiterer Bürger, dadurch ergäben sich ebenfalls gefährliche Situationen an der Einmündung Zuckenbergweg.

Dass man den geplanten Dorfladen in Witzighausen aus Hittistetten nicht fußläufig erreichen könne, bemängelte ein anderer Zuhörer. Den Einwand wollte Bögge nicht gelten lassen: Der Laden sei dennoch „ein guter Nahversorgungspunkt“ auch für Hittistetten und der Standort im beschlossenen Neubau an der Illerberger Straße eine günstige Gelegenheit. Wichtig sei nun, dass sich im Vorfeld genügend Geldgeber für das Geschäft finden und dann auch regelmäßig im Dorfladen eingekauft werde, denn einen solchen zu halten, gelinge nur gemeinsam.

Die Hittistetter Feuerwehr bekomme im nächsten Jahr ein nagelneues Löschfahrzeug, betonte der Bürgermeister außerdem, das sei „ein wichtiges Zeichen der Anerkennung“. Betreffen wird die Bewohner auch der Bau der Ringleitung zwischen Aufheim und Hitti-stetten, der die Wasserversorgung verbessern soll. Auch der für rund 3,2 Millionen Euro umgebaute Kindergarten in Witzighausen wird von Kindern aus Hittistetten besucht, die Einweihung soll Anfang November sein. „Kinder und Eltern sind sehr begeistert“, sagte Bögge dazu.

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