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16.12.2016

Die Qual der Partnerwahl

Wenn es nach dem Willen des Gemeinderates geht, könnte auf dem Gelände in der Biberacher Ortsmitte in Kürze bezahlbarer Wohnraum entstehen.
Bild: mde

Auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum lässt sich die Gemeinde Roggenburg von zwei Gesellschaften umgarnen

Bezahlbarer Wohnraum ist auch in der Klostergemeinde knapp. Der Roggenburger Gemeinderat beschäftigt sich daher seit Längerem mit der Frage, wie und wo die Kommune hier Abhilfe schaffen könnte.

Aufgrund der Größe der Gemeinde sei der Bau von Wohnungen nur mit einem erfahrenen und finanzstarken Partner möglich. In der Novembersitzung des Rates informierte daher Andreas Heipp, Geschäftsführer der Neu-Ulmer Wohnungsbaugesellschaft (Nuwog), den Rat über die geplante Gründung einer „Nuwog-Land“ und die Möglichkeit der Gemeinde Roggenburg, sich an dieser Gesellschaft zu beteiligen. In der Dezembersitzung stellte nun Alfred Haas, Geschäftsführer der 1947 gegründeten „Wohnungsbaugesellschaft Weißenhorn mbH (WGW)“ seine Gesellschaft vor und bot Roggenburg ebenfalls eine Gesellschafterbeteiligung an.

Klein aber fein, so hätte man seine Ausführungen über die WGW überschreiben können. Sie betreut 127 Wohnungen in 27 Häusern. Ihr Zuschnitt würde zu Gemeindegrößen wie Roggenburg passen, deren eventuelle Wohnungsbauvorhaben sich in entsprechenden Dimensionen bewegen. Das einzubringende Stammkapital von 10000 Euro hätte die gleiche Höhe wie es bei der Nuwog-Land der Fall wäre.

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Die Zielsetzungen der beiden Gesellschaften gleichen sich. Beide wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen, also den Bau von Eigenheimen und Mietwohnungen fördern, die nach Größe, Ausstattung, Finanzierungslast oder Miete für breite Schichten der Bevölkerung bestimmt oder geeignet sind.

Die Wohnungsbaugesellschaft Weißenhorn biete laut Haas bei Objekten, die von Banken mitfinanziert werden, ein hohes Maß an Sicherheiten. Bei einer Bilanzsumme von 4,9 Millionen Euro betragen die Rücklagen 2,9 Millionen Euro. Auf dieser Eigenkapitalbasis ließen sich auch größere Bauvorhaben finanzieren.

Roggenburg ist mit Weißenhorn in vielfacher Hinsicht verbunden, sei es in wirtschaftlichen Fragen, im Schulverband oder durch die nachbarschaftliche Nähe. Haas erläuterte anhand eines Beispiels, wie eine mögliche Kooperation aussehen könnte. Für ein Gebäude mit zehn Wohneinheiten und fiktiven Kosten von 1,8 Millionen Euro hätte die Gemeinde einen Eigenanteil von 54000 Euro zu tragen. Dieser könnte über ein im Gemeindebesitz befindliches Grundstück eingebracht werden. Die restlichen 1,35 Millionen könnten kreditfinanziert werden. Da die Gemeinde in der Ortsmitte von Biberach bereits ein geeignetes, baureifes Grundstück besitzt, könnte es nach Meinung von Bürgermeister Mathias Stölzle bereits im ersten Quartal 2017 losgehen.

Nach einem positiven Gemeinderatsbeschluss und der Zustimmung der WGW-Gesellschafter könnte schon im Frühjahr das Beteiligungsmodell konkretisiert und mit der Umsetzung kurzfristig begonnen werden. (mde)

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