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Roggenburg

20.04.2018

Die Region – eine Perle in Europa?

Der 2016 eröffnete Meditationsgarten mit Efeulabyrinth im Kloster Roggenburg gehört zu acht touristischen Projekten im Landkreis Neu-Ulm, die bereits Fördermittel erhalten.
Bild: Angela Häusler

Der Raum Ulm/Neu-Ulm könnte bald zur Modellregion für ein EU-Projekt werden. Wie Kreise, Kommunen und Gastronomie bei Besuchern punkten wollen.

Auch ohne Auto lässt sich der Landkreis Neu-Ulm samt seinen Sehenswürdigkeiten erkunden. Diese Möglichkeiten auszubauen und bekannter zu machen, ist das Ziel des Tourismus- und Mobilitätsplans, der am Mittwoch beim Runden Tisch Tourismus vorgestellt wurde. Dazu trafen sich im Bildungszentrum am Kloster Roggenburg Vertreter des Landkreises, mehrerer Kommunen und der Gastronomie.

„Transdanube Pearls“ nennt sich ein länderübergreifendes EU-Projekt, das umweltfreundliches Reisen entlang der Donau fördert. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich dabei Reiseziele in neun Ländern aneinander. Die einzige deutsche Modellregion könnte bald die Region Ulm/Neu-Ulm werden. Eine echte Chance für den hiesigen Tourismus, sagte Alexandra Bohner, die sich als Mobilitätsmanagerin im Donaubüro Ulm/Neu-Ulm mit dem Projekt befasst. „Als Perle wäre unsere Region noch attraktiver.“

Insgesamt 15 Netzwerkpartner entlang der Donau bemühen sich demnach im Rahmen des Förderprogramms um die Weiterentwicklung von Möglichkeiten, die Umgebung per Zug, Bus oder Rad zu erkunden und auch die Sehenswürdigkeiten der Gegend besser zugänglich zu machen. Nachhaltige Tourismusförderung, aber auch der Austausch mit den internationalen Projektpartnern gehört zum Grundsatz des Programms, das noch bis Juni 2019 läuft und mit insgesamt 2,9 Millionen Euro ausgestattet ist. Unter anderem wird in diesem Rahmen auch in den Landkreisen Neu-Ulm und Alb-Donau an neuen Ideen gearbeitet: Dazu gehört das Vorhaben, in Broschüren für Besucher künftig neben den üblichen Ausflugstipps immer auch Hinweise auf die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu nennen. Auch Kooperationen zwischen Hotels und ÖPNV-Anbietern sind angedacht, etwa in Form von Ticketverkäufen an den Rezeptionen. Spezielle Schulungen sollen das Hotelpersonal darauf vorbereiten.

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Denkbar sei, berichtete Andrea Engel-Benz, verantwortlich für den Tourismus im Landkreis Neu-Ulm, auch eine „Mobilitätszentrale“. Sie könnte sowohl als örtliche Einrichtung als auch über ein Internetportal Informationen über touristische Ziele und deren Erreichbarkeit direkt miteinander verknüpfen.

Dass es in der Gegend vielerlei Sehenswürdigkeiten und immer wieder ganz neue Attraktionen gibt, machte Engel-Benz klar, indem sie einen kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen gab. Eine der Neuerungen ist etwa das Projekt Radrundtouren. Sie wurden im Rahmen des Förderprogramms Leader erarbeitet, das ländliche Regionen unterstützen soll. Die Radler in der Region können dadurch jetzt eigens angeschaffte Radabstellplätze, Sitzgelegenheiten an Ausflugszielen und drei neue Ladestationen für E-Bikes nutzen. Die mittlerweile dritte Auflage der Radtourenkarte des Landkreises wird nun ebenfalls gedruckt. Gerade fertiggestellt ist das neue, 40-seitige Tourismusjournal des Kreises.

Auf die Bandbreite der Sehenswürdigkeiten verwies auch Marina Ostheimer, Geschäftsführerein des Vereins Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm: Demnach werden derzeit acht touristische Projekte im Kreis über Leader gefördert, darunter der 2016 eröffnete Meditationsgarten mit Efeulabyrinth im Kloster Roggenburg, die Illertisser Aromakultur sowie das dortige 3D-Bienenkino, der Kinderstadtplan Neu-Ulm und ein Kooperationsprojekt zu Flusslandschaften in Schwaben.

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