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Ulm

21.06.2017

Die Spatzen von Paris

Dieser Auftritt war ein Erlebnis: Der Ulmer Spatzen Chor sang zum Abschluss seiner Frankreich-Reise in der Kathedrale Notre-Dame in Paris.
Bild: Roland Mayer

Die jungen Ulmer Chor-Talente erobern mit ihrem Gesang die Herzen in Frankreich. Das Finale der Konzertreise erklingt an einem ganz besonderen Ort.

„Viel atmen“: Auch beim Einsingen am Chorgestühl von Notre-Dame de Paris ist Chorleiter Hans de Gilde eine Stunde vor dem großen Konzert der Fels in der Brandung. Nicht nur dieses Abschlusskonzert ihrer zehntägigen Chorreise in der gotischen Pracht-Kathedrale auf der Ostspitze der Seine-Insel „Ile de la Cité“ wird den jungen Talenten des Ulmer Spatzen Chors ganz sicher unauslöschlich in Erinnerung bleiben.

Die Pfingstreise führte im Doppeldecker-Bus mit vielen Konzertstationen von Metz über Nancy und Reims über den Zwischenstopp Versailles schließlich nach Paris zum krönenden Finale in Notre-Dame. Dazwischen lagen hautnahe Begegnungen mit ausgewählten Gastfamilien und Gymnasien, Stadtbesichtigungen in Rouen und Paris sowie ein Ausflug an die Gestade der Normandie zum imposanten Klippenstrand von Étretat im Département Seine-Maritime.

„Schschschd! Silence s’il vous plait, silence please“: Die Stimme aus dem Lautsprecher bettet Schlag 11.15 Uhr zwischen den täglichen Messen die A-cappella-Stunde des schwarz-rot gewandetet Ulmer Spatzenchors in die Konzertatmosphäre von „Unsere Liebe Frau von Paris“ ein. Das fein abgestimmte Programm startet im hebräischen Volksliedton Naomi Shemers („Erhöre Herr mein Gebet“). Bei Bachs geistlichem Kantatenlied („Wir eilen mit schwachen doch emsigen Schritten“) begibt sich der Chor auf singende Wanderschaft, um sich beim melismenreichen „Immortal Bach“ in funkelnder Choral-Referenzklasse („Komm, süßer Tod“) zu wiegen. Und engelsgleich bringen die Spatzen Mendelssohns „Elias“-Hymnus („Hebe deine Augen auf“) zum Leuchten.

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Das internationale Publikum in ist ergriffen. Arvo Pärts „Peace upon, Jerusalem“ glückt als Psalmlied mit Tiefenwirkung, die auch auf Poulencs mozartinspiriertes Reimgebet „Ave verum corpus“ oder Faurés requiemnahen „Cantique de Jean Racine“ bis zum Ausklang rübervibrieren lässt. Hans de Gildes Dirigat an der Seine ist unaufdringlich allgegenwärtig. Barbara Comes begleitet mit sensibler Umsicht an Chororgel-Positiv. Für den Kontrabass-Einsatz des kontemplativen Motettenlied „Ubi Caritas“ des Isländers Hreidar Ingi Thorsteinsson musste eine Extra-Genehmigung eingeholt werden.

Ja, das Konzert in Notre-Dame kann sich hören lassen. Paris ist der Höhepunkt einer Konzertreise, die auch – wie in der Dorfkirche von Yvetot – die französischen Zuhörer immer wieder begeisterte.

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