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Ulm

14.03.2020

Die Ulmer Wilhelmshöhe wird nachts zur Sperrzone

Schöner Blick über Ulm: Die Wilhelmshöhe ist auch bei feiernden Jugendlichen sehr beliebt. Zum Ärger von Anwohnern.
Bild: Andreas Brücken

Weil es immer wieder zu Flaschenwürfen am Saumarkt kommt, greift die Stadtverwaltung durch.

Angeblich flogen Flaschen auf den Saumarkt: Weil nach Einschätzung der Ulmer Stadtverwaltung die Probleme mit Trinkern, die in den späten Abendstunden auf der Wilhelmshöhe feiern und randalieren, in den vergangenen Monaten zugenommen haben, wird die Grünfläche gesperrt: Künftig ist der Aufenthalt auf der Wilhelmshöhe zwischen 22 und 6 Uhr untersagt. Verschiedene Gemeinderatsfraktionen haben das Thema auf den Plan gerufen, was die Stadt nun mit dieser einschneidenden Regelung beantwortet. Darauf haben sich Stadtspitze und Fraktionsvertreter bei einem „runden Tisch zu Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ geeinigt. Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst werden die Einhaltung des Verbots regelmäßig verstärkt kontrollieren.

Czisch sieht das auch kritisch

Durch die Anordnung eines Aufenthaltsverbots ist es künftig möglich, alle, die sich nicht daran halten, mit einer Geldbuße zu belegen. „Beim ersten Mal sind 100 Euro fällig, bei wiederholten Verstößen steigt der Betrag deutlich“, erläutert der Leiter der Bürgerdienste, Roland Häußler. Oberbürgermeister Gunter Czisch nannte die Anordnung dann auch ein „durchaus scharfes Schwert“, da empfindliche Strafen drohen.

Allerdings warnte das Stadtoberhaupt davor, eine solche Allgemeinverfügung nun als das Mittel der Wahl zu sehen, um überall im Stadtgebiet auf den Plätzen für Ordnung sorgen zu wollen. Die Situation auf der Wilhelmshöhe sei aufgrund ihrer Lage eine besondere, weil von der Stadtmauer geworfene Gegenstände eine Gefahr darstellen. Gleichzeitig wird aber auch die Gefahr gesehen, dass einer der jungen Besucher nachts alkoholisiert von der Wilhelmshöhe abstürzen könnte.

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Gegen Ende des Jahres werden die Teilnehmer des runden Tisches erneut darüber beraten, ob das Verbot die gewünschte Wirkung gezeigt hat oder weitere Maßnahmen notwendig sind.

Das Verbot wird nach Angaben der Stadtverwaltung durch entsprechende Beschilderung auf der Wilhelmshöhe kenntlich gemacht. Die Schilder sind bereits in Auftrag gegeben. Erst sobald die Schilder aufgestellt sind und die Verfügung veröffentlicht ist, gilt das Verbot. (az)

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