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Statistik

25.03.2015

Die Vandalen bleiben ein Problem

Das Paul-Gerhardt-Haus war in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Vandalen – ebenso wie die evangelische Kirche. Seit dort Überwachungskameras installiert wurden, ist die Zahl der Übergriffe deutlich zurückgegangen.

Straßenkriminalität in Senden nach wie vor auf einem hohen Niveau. Warum die Polizei dennoch von einer sicheren Stadt spricht

Polizeichef Ulrich Polzmacher und sein Stellvertreter Thomas Merk klopfen auf Holz, wenn sie die Kriminalitätsstatistik für Senden aus dem vergangenen Jahr erläutern: „Die Stadt ist sicher“, erklären beide und verweisen auf die in fast allen Bereichen des polizeilichen Alltages rückläufigen Zahlen, die damit dem bayernweiten Trend folgen.

Es gibt keine signifikanten Probleme, nur die relativ hohe Zahl von Sachbeschädigungen im Stadtgebiet macht der 20-köpfigen Besatzung im Sendener Polizeiposten noch zu schaffen. Ein wachsames Auge haben die Fahnder auf die Rauschgiftkriminalität, kündigte Polzmacher an. Stolz sind die Polizisten auf die relativ hohe Aufklärungsquote.

Für die Jahresstatistik hat Polzmacher die Zahlen für die Stadt aufgeschlüsselt nach einzelnen Delikten:

Dazu gehören Mord und Totschlag ebenso wie Raub, Vergewaltigung und Körperverletzung. Die Zahl die Verbrechen ist im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 39 zurückgegangen- die Aufklärungsquote betrug stolze 94,6 Prozent. Spektakulärster Fall war die versuchte Tötung an einem Baby. Die Zahl der Vergewaltigungen ist von vier auf eine zurückgegangen. Alles andere waren im wesentlichen Schlägereien.

Sie hat mit 213 Fällen einen noch relativ hohen Anteil in der Statistik, ist aber um 15,5 Prozent auf 213 Fälle zurückgegangen. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von Sachbeschädigungen an Autos. Für den Rückgang mitverantwortlich ist die Tatsache, dass die evangelische Kirche rund um ihr Gotteshaus Überwachungskameras installiert hat, durch die schon Vandalen überführt wurden und die andere Täter abgeschreckt haben.

Die Aufklärungsquote ist mit 12,6 Prozent nicht berauschend, gibt Polzmacher zu. Allerdings sei die Polizei in diesen Fällen auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Spektakulärster Fall war der eines gehörnten Ehemanns, der in einer Vielzahl von Fällen das Auto seiner Ex beschädigt hat und damit die Statistik in die Höhe getrieben hat.

Auch diese Zahl ist um 26,5 Prozent auf 310 zurückgegangen. Unverändert ist die Zahl von zehn Wohnungseinbrüchen. In diesem Jahr gab es schon vier solcher Einbrüche, drei davon haben die Polizisten aber schon geklärt.

Die Zahl der festgestellten Fälle ist von 46 auf 75 angestiegen, weil die Polizei den Kontroll- und Fahndungsdruck erhöht hat. Meist entdeckten die Fahnder Cannabis, synthetische Drogen sind in Senden offenbar noch kein Thema. Polzmacher kündigte an, dass auch in diesem Jahr die Kontrollen verstärkt würden.

Die Tanztempel beschäftigen die Polizei nach wie vor. Auf dem Heimweg geraten die Besucher nicht selten aneinander oder begehen in betrunkenem Zustand Sachbeschädigungen. „Alkohol ist da ganz klar die Triebfeder“, weiß Polzmacher.

In Zusammenarbeit mit den Discobetreibern und der Security soll nun gegengesteuert werden. Der sogenannten Parkplatztrinkerei soll ein Riegel vorgeschobenen werden. Wer einmal in der Diskothek drin ist, soll auf Drängen der Polizei nicht mehr wahllos hinaus- und hineingehen dürfen.

Anwohner klagen immer wieder über Zechgelage auf öffentlichen Plätzen – sei es der Inhoferparkplatz, der Stadtpark oder Plätze in der Innenstadt.

Nun ist laut Polizei angedacht, dass die Stadt an solchen Brennpunkten ein Alkoholverbot erlässt, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Die dazu notwendigen Beschlüsse soll der Stadtrat auf Basis des Zahlenmaterials fassen, das die Polizei zusammenstellt.

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