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Messe

07.04.2014

Die besseren Kicker und das Hightech-Känguru

Wie sich die Universität Ulm mit ihren Partnern in Hannover präsentiert

Viele Tausend Technikinteressierte werden ab heute in der niedersächsischen Landeshauptstadt erwartet. Bei der diesjährigen Hannover Messe zum Leitthema „Integrated Industry – Next Steps“ ist die Universität Ulm mit zwei Beiträgen vertreten.

Das Ulmer Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (UZWR) der Uni beweist: Tischkicker passen nicht nur in verrauchte Kneipen oder Jugendzentren, sondern auch auf die Hannover Messe – zumindest wenn die Kickerfiguren mit aufwendigen Berechnungen am Computer optimiert worden sind. Genau das haben Studierende der Uni Ulm getan. Ihr Auftraggeber ist die Schreinerei Lettner, ein Hersteller von Premiumkickern aus Erbach (Alb-Donau-Kreis). Aufgrund der Berechnungen hat das Unternehmen seine Fußballer neu gestaltet: Die Figuren sind nun geformt wie ein Keil, Gewicht wurde von den Füßen in die Körpermitte verlagert. Dadurch lässt sich die Stange schneller drehen, und das Spiel wird noch rasanter. Auf der Messe können Besucher testen, ob die Minifußballer der Dauerbelastung gewachsen sind (Halle 2, Stand C17).

Die Zusammenarbeit verdeutlicht die besondere Funktion des UZWR: Die Einrichtung der Uni Ulm soll kleinen und mittleren Unternehmen der Region Zugang zu numerischen Methoden, Simulationen und Produktoptimierung verschaffen. Bei der Hannover Messe stellen UZWR-Geschäftsführer Ulrich Simon und weitere Uni-Vertreter das Zentrum vor.

Eines der wichtigsten Vorbilder für Ingenieure ist und bleibt Mutter Natur. Bei der Hannover Messe präsentiert die Festo AG in Kooperation mit dem Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik der Uni Ulm einen Roboter („Bionic Kangaroo“), der ganz offensichtlich vom bekanntesten Beuteltier Australiens inspiriert ist. Der Wiedererkennungswert ist schon einmal hoch: Das nachgebildete Tier ist etwa einen Meter groß und wiegt sieben Kilogramm. Damit das Hightech-Känguru genau wie sein natürliches Vorbild durch die Gegend hüpfen kann, bedarf es allerdings modernster Automatisierungstechnik. Die Fortbewegung des australischen Wappentiers ist nämlich recht speziell: Der Hüpfmechanismus ermöglicht es dem Känguru, seine Geschwindigkeit zu erhöhen, ohne dabei den Energieverbrauch zu steigern.

Um diese Technik auf den Roboter zu übertragen, braucht es eine spezifische Beinkinematik im Leichtbau sowie innovative Regelungstechnik, beigesteuert von der Uni Ulm. Ob das bionische Känguru einen Ausflug in das australische Outback oder in den nächstgelegenen Zoo überflüssig macht? Am Festo-Stand D07 in Halle 15 können sich Besucher von seiner Sprungkraft überzeugen. Der Beutler ist ein Prototyp des „Bionic Learning Network“, in dem der Spezialist für Automatisierungstechnik mit Hochschulen, Instituten und Entwicklungsfirmen kooperiert. Gemeinsam wollen sie biologische Prinzipien und moderne Antriebstechnik verbinden. (az)

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