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18.07.2018

Die große weiß-blaue Sause

Am Freitag sollen beim Bayernfestival zahlreiche Besucher das 100-jährige Bestehen des Freistaats feiern

Das Fest könnte eines der größten in der jüngeren Illertisser Geschichte werden: Mit einem Konzertabend, drei Bands und einer Podiumsdiskussion über schwäbische Mundart wird am Freitag das Doppeljubiläum 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassung gefeiert.

Und das an zwei Orten: In der Schranne werden bis zu 200 geladene Gäste erwartet, wo unter anderen der ehemalige Fußballweltmeister Paul Breitner und der frühere Abtprimas des Klosters St. Ottilien, Notker Wolf, über das Thema „Wo Bayern schwäbisch schwätzt“ diskutieren.

Öffentlich ist danach ab 18 Uhr das Festival auf dem ehemaligen Baywa-Gelände, wo bis zu 1000 Menschen zusammenströmen sollen. Es spielen die Mundartbands „Zwoa Bier“, „Fättes Blech“ und „The Heimatdamisch“. Während die Vorbereitungen in den letzten Zügen liegen, wird hier und da Kritik laut: Es geht um die Gästeliste für den Festakt und um die Preise für die Festivaltickets.

Die große weiß-blaue Sause

Der Vorverkauf läuft schon seit einigen Monaten, allerdings etwas schleppend: „Ein bisschen mehr hätte ich mir schon erhofft“, sagt Susanne Schewetzky, die das Konzert unter dem Motto „Bayernsound“ koordiniert. Was die Nachfrage hemmt, könne sie nicht genau sagen. Allerdings habe es Beschwerden über den Preis der Karten gegeben, die vorab für 20 Euro zu haben sind (Abendkasse: 22 Euro). „Da jammern schon einige“, sagt Schewetzky. Sie hält den Wert für gerechtfertigt. Immerhin bekämen die Besucher drei Bands geboten. Andernorts werde für Einzelkonzerte der Künstler mehr verlangt. „Die Musiker sind alle top, der Preis ist in Ordnung“, sagt Schewetzky. Sie zieht einen Kinobesuch als Vergleich heran: „Da ist man auch ganz schnell mal 20 Euro los.“

Zudem müssten bei einem Konzert dieser Größenordnung – 1000 Menschen sollen am Freitag auf dem Baywa-Gelände mitfeiern – umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Und die müssten finanziert werden. Schewetzky hofft, dass trotz der Preisdebatte, bis Freitag noch zahlreiche Karten für „Bayernsound“ bestellt werden. Und dass darüber hinaus viele Menschen spontan auf dem Festivalgelände vorbeischauen. Die Wetteraussichten seien jedenfalls bislang gut. Wenn es regnet, könne das Geschehen in die Halle auf dem Gelände verlegt werden.

Konkurrenz gibt es allerdings durch das Schwörwochenende in Ulm (und Neu-Ulm). Vor dem Festival findet in der Schranne (ab 17 Uhr) ein Festakt zum Jubiläum statt – mit geladenen Gästen. Dass nicht jeder die Promis erleben darf, sieht mancher kritisch. Geht nicht anders, verteidigt Schewetzky das Vorgehen. Ansonsten wäre nicht planbar, wie viele Stühle und Essen bereitstehen müssen. Es sei üblich, solche Empfänge auf geladene Gäste zu beschränken. Stadt und Kreis stellen insgesamt ein Budget von 40000 Euro zur Verfügung. "Kommentar

für das Festival „Bayernsound“ gibt es im Rathaus Illertissen, im Landratsamt Neu-Ulm, bei „Buch und Musik“ in Illertissen sowie im Internet: www.bayernsound.reservix.de

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