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Weißenhorn

10.02.2016

Die hässliche Seite des Faschings

Der Alkoholkonsum  bereitete der Polizei mal wieder Arbeit.  
Bild: Weizenegger

Betrunkene schlagen zu und beleidigen die Beamten. Ein Drogenkonsument hätte besser geschwiegen.

Total betrunkene und aggressive Mädchen, Beleidigungen gegen Polizisten, Schlägereien unter jungen Männern und Wandschmierereien. Am Faschingsdienstag haben nicht nur Tausende von Menschen friedlich gefeiert, es zeigte sich auch vereinzelt die hässliche Seite der Fasnacht, die der Polizei zu schaffen machte. In allen Fällen war der Alkohol wohl Auslöser des Geschehens. Hier ein Überblick.

Am Dienstagnachmittag stellte eine Polizeistreife mitten im Faschingstreiben ein offensichtlich stark betrunkenes Mädchen im Bereich des Kirchplatzes fest. Die Beamten wollten der jungen Dame eigentlich nur helfen und entschlossen sich deshalb zu einer Personenkontrolle. Beim Anblick der Polizisten rannte die erst 15-Jährige jedoch blindlings davon, stürzte aber vermutlich wegen ihres Zustandes nach kurzer Zeit ohne Fremdeinwirkung zu Boden. Als die Beamten dem Mädchen erneut zu Hilfe kamen, rastete sie völlig aus. Sie trat mit den Beinen wild um sich und konnte nicht beruhigt werden. Auch verbal wurde die 15-Jährige ausfällig und beleidigte mehrfach die Einsatzkräfte.

Mit Handschellen gefesselt musste das Mädchen, das 1,8 Promille Alkohol intus hatte zur Polizeidienststelle gebracht werden. Aber auch dort ließ sich die junge Dame nicht beruhigen. Sie randalierte massiv weiter und sprach erneut diverse Beleidigungen gegen die Polizisten aus. Erst nach etwa einer Stunde konnte sie der Mutter übergeben werden, welche zur Dienststelle beordert worden war. Ebenfalls nach dem großen Faschingsumzug kam es in der Innenstadt zu einer Schlägerei. Nach Polizeiangaben rempelte gegen 15 Uhr ein 19-Jähriger einen 16-Jährigen am Kirchplatz an. Der Jüngere versetzte daraufhin dem Älteren einen Faustschlag auf die Nase. Der Ältere war erheblich betrunken. Schon allein aus diesem Grund steht für die Polizei noch nicht fest, ob dieser nicht doch mehr als angegeben zur Eskalation der Streitigkeit beigetragen hat. Die Ermittlungen dauern an.

Die hässliche Seite des Faschings

Gegen 16 Uhr kam es dann zu einer weiteren Auseinandersetzung in der Illerberger Straße. Ein 21-jähriger Mann geriet mit einem bislang unbekannten Kontrahenten in Streit. Diese verbale Auseinandersetzung wollte eine 21-jährige Frau schlichten. Dies missfiel offenbar dem stark betrunkenen 21-Jährigen und er ging tätlich auf die Schlichterin los. Die junge Frau wurde dabei leicht verletzt und musste im Krankenhaus versorgt werden. In beiden Fällen sucht die Polizei Weißenhorn Zeugen.

Am frühen Abend kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Beim Anblick einer Polizeistreife in der Hauptstraße rief ein 30-Jähriger den Beamten Beleidigungen hinterher. Diese verbale Entgleisung bekamen diverse Passanten mit. Bei der darauffolgenden Personenkontrolle fanden die Polizisten bei dem Mann eine geringe Menge Marihuana sowie einen angerauchten, fertiggedrehten Joint. Den Mann erwartet ein Strafverfahren. Im Polizeibericht heißt es dazu: „Da hätte der junge Mann wohl besser geschwiegen.“

Ebenfalls am Dienstagnachmittag, zwischen 14 Uhr und 14.45 Uhr, beschmierten unbekannte Täter die Außenfassade der Turnhalle der Mittelschule in der Kolpingstraße mit Farbe. Bei der polizeilichen Anzeigenaufnahme war die Farbe noch frisch und nicht getrocknet. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen nach dem oder den Tätern verliefen jedoch negativ. Der Schaden wird auf 500 Euro geschätzt.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei Weißenhorn unter der Telefonnummer 07309/96550 entgegen.

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