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Natur

01.12.2018

Die schwarze Null steht im Wald

In der Glockerau sorgte das Eschentriebsterben für einen drastischen Kahlschlag der Bäume.
Bild: Andreas Brücken

Revierförster stellt Gutachten für Elchinger Gemeindewald vor

Rund 100 Hektar groß ist der Gemeindewald der Elchinger – und alle Informationen über ihn hat Revierförster Michael Mayr vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach in einem dicken, roten Buch gesammelt. Das aktuelle Forstbetriebsgutachten, das alle 20 Jahre präsentiert wird, erläutere Mayr vor Kurzem den Elchinger Gemeinderäten.

Im Gutachten sind die Bestände und die Bewirtschaftung der Waldflächen aufgelistet. Mit rund zwölf Prozent nahmen die Edellaubhölzer, wie Ahorn, Winterlinde oder Esche in den vergangenen Jahren deutlich zu. Die Bestände der Birken, Pappeln oder die Grauerle seien dagegen um fast den gleichen Prozentsatz zurückgegangen, erklärte Mayr.

Das Eschentriebsterben, das in den vergangenen Jahren auch in unserer Region aufgetaucht ist, ist der Grund für die vermehrten Baumfällungen, die in den kommenden 20 Jahren einen wesentlich höheren Ertrag erwarten lassen. Doch der Förster dämpft die Erwartungen an die höhere Holzernte: „Die Eschen sind nicht von bester Qualität“, so Mayr. Die vom Pilz befallenen Bäume müssen meistens aus Sicherungsgründen gefällt werden. Bereits vor rund einem Jahr sorgte der Pilzbefall der Eschen in der Glockerau für einen Kahlschlag entlang der Staatsstraße.

Grundsätzlich würden die Einnahmen aus dem Holzverkauf die Ausgaben der Waldbewirtschaftung jedoch decken, lautete das abschließende Fazit des Försters. (anbr)

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