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Konzert II

06.06.2016

Die unbekannten Superstars

Tausche große Halle gegen kleine Kneipe: die südafrikanische Band Prime Circle im „Fiddler’s Green“.
Bild: Andreas Brücken

Die Alternative-Rocker Prime Circle aus Südafrika füllen in ihrer Heimat Hallen. Doch im „Fiddler’s Green“ ist der Rahmen intim

Durch kleine Kneipen zu touren haben die Musiker der Band „Prime Circle“ schon lange nicht mehr nötig – zumindest nicht in ihrer Heimat: In Südafrika sind sie Stars. Nun haben sich Sänger und Gitarrist Ross Learmonth, Keyboarder Neil Breitenbach und Schlagzeuger Dale Schnettler als verkleinerte Besetzung auf den Weg gemacht, um auch in Europa neue Fans zu gewinnen – eine Tournee, die die Gruppe aus Johannesburg nun auch ins „Fiddler’s Green“ führte.

Das Gastspiel der Alternative-Rock im beschaulichen Pfaffenhofen kam durch einen Glücksfall zustande. Eine Lücke im Tourneeplan der drei Musiker war die Gelegenheit für einen Auftritt in dem Irish Pub. Gastwirt Jens Hagg griff beim kurzfristigen Angebot der Konzertagentour spontan zu und konnte für diesen Abend auch prompt einen vollen Laden bieten.

Rund 100 Gäste standen dicht gedrängt vor der kleinen Bühne, auf der Sänger Learmomth locker auf einem Barhocker saß. In ausgelaufenen Sportschuhen und Kapuzenpulli begrüßte er seine Fangemeinde mit den Worten: „Es ist schön, in einem Pub zu spielen, weil man sich dort schon zu Hause fühlt, bevor man tatsächlich wieder heimkommt.“ Und so dauerte es auch nicht lange, bis die Truppe ihr Publikum restlos überzeugte. Und das, obwohl der Frontmann während des rund zweistündigen Konzertes hörbar mit Stimmproblemen kämpfte. Doch kennt der Vollblutmusiker offensichtlich keinen Schmerz und rockte tapfer bis zum Schluss durch. Während Prime Circle in ihrer Heimat mühelos Hallen mit Tausenden Besuchern füllen und dabei eine aufwendige Bühnenshow bieten, reduzierte die Band in Pfaffenhofen die Besetzung auf das Wesentlichste: Akustikgitarre, schmales Drumset und zwei Keyboards sind mehr als ausreichend. Der Spielfreude war dies nicht abträglich – im Gegenteil.

Zum Schluss des Programmes wurde es dann noch richtig eng auf der Bühne, als sich als vierter Mann noch Gitarrist Dirk Bisschoff dazu gesellte. Die Fans dankten der Band den Abstecher nach Pfaffenhofen mit viel Applaus.

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