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Holzheim

24.11.2017

Dieser Dorfplatz soll schöner werden

Die Gemeinde Holzheim möchte die Fläche zwischen der Kirche und dem Rathaus so umgestalten, dass sie künftig mehr Menschen zum Verweilen und zur Begegnung einlädt. Die Kommune hofft auf Fördergelder von der EU.
Bild: Willi Baur

Der Gemeinderat hat die ersten Schritte hin zu einer Umgestaltung beschlossen. Die Kommune will die Planungen zügig angehen – denn die Zeit drängt.

Mehr Leben möchte die Gemeinde auf Holzheims zentrale Fläche bringen. Der Dorfplatz soll attraktiver gestaltet werden und künftig verstärkt zum Verweilen einladen, wie Bürgermeisterin Ursula Brauchle es formuliert. Die ersten Schritte auf dem Weg dahin hat der Gemeinderat am Mittwoch beschlossen.

Bereits bei seiner Klausurtagung Anfang Oktober habe sich das Gremium mit dem Thema beschäftigt, sagte Brauchle in der Sitzung. Dabei sei man sich einig gewesen: „Der Platz ist schön, aber in die Jahre gekommen und könnte durchaus verschönert werden.“ Das will die Kommune nun zügig angehen. Denn aus Sicht der Bürgermeisterin drängt die Zeit.

Zum einen sollte die Planung auf die im kommenden Jahr vorgesehene Sanierung der Pfarrkirche samt Umgestaltung des Kirchenvorplatzes abgestimmt werden, ebenso auf die geplante Neugestaltung des Bereiches am Pfarrheim. Zum anderen dürfte das zur Mitfinanzierung des Projekts einkalkulierte Eler-Förderprogramm in Kürze auslaufen, vermutet Brauchle. Aus den Mitteln der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes erwartet sie immerhin eine Förderung in Höhe von 20 bis 85 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Zur Antragstellung im Frühjahr muss allerdings nach Aussage von Bauamtsleiter Alexander Gehr ein Bauentwurf mit Plänen, Kosten und einem Erläuterungsbericht vorliegen.

Schon vorab müsse dazu der Bestand vermessen und der Baugrund untersucht werden, Kanal- und Wasserleitungen im Bereich des Dorfplatzes inklusive. „Dann haben wir vermutlich gute Aussichten auf eine Förderung“, sagte Brauchle. Die Chance darauf liegt ihrer Einschätzung nach bei 80 bis 90 Prozent. Sie bezog sich dabei auf Gespräche mit dem Amt für ländliche Entwicklung. Eine schlichte Sanierung reiche indes nicht, betonte Brauchle, „das Programm erfordert schon die Umsetzung innovativer Gedanken, Aspekte der Begegnung zum Beispiel“. Was vielleicht bei manchen Bürgern auf wenig Verständnis treffen könnte. „Aber wir müssen in die Zukunft denken.“

Die Bürger sollen jedenfalls in die Planungen einbezogen werden. Auch einige bereits eingegangene Vorschläge zur Platzgestaltung wird die Verwaltung wie von Gemeinderat Martin Pietschmann ( CSU/DG) gewünscht an das Planungsbüro weiterleiten.

Martin Volk (SPD/UWH) wollte wissen, inwieweit die Anlieger durch Straßenausbaubeiträge an den Kosten beteiligt werden. Gehr zufolge ist das nicht der Fall. Dies müsse sogar im Antragsverfahren ausgeschlossen werden. „Für die Anlieger entsteht durch die Neugestaltung des Platzes ja kein Mehrwert. Vielmehr handelt es sich dabei nur um eine Verschönerungsmaßnahme“, erläuterte die Rathauschefin. Auf Wunsch könnten aber Einfahrten im Zuge der Arbeiten ebenfalls neu gestaltet werden, „jedoch auf eigene Kosten der Anlieger“.

Die Kosten, die bei einer Realisierung des Projekts anfallen würden, kamen in der Sitzung am Mittwochabend nicht zur Sprache. „Sie werden erst bei der Ausführungsplanung ermittelt“, sagte der Bauamtsleiter. Dem Zweiten Bürgermeister Thomas Hartmann (CSU/DG) war der ursprüngliche Beschlussvorschlag deshalb „zu endgültig“. Dieser hatte nämlich eine grundsätzliche Neugestaltung vorgesehen. „Wir brauchen heute nur einen grundsätzlichen Beschluss wegen der Planungskosten“, machte Brauchle deutlich, „wir können das Vorhaben in jeder Phase stoppen“. Und vielleicht komme die Gemeinde ja bei dem ziemlich stark gefragten Förderprogramm gar nicht zum Zuge.

Einstimmig hat sich das Gremium daraufhin für einen kurzfristig umformulierten Vorschlag entschieden und nur die Schritte bis zur Entwurfsplanung beschlossen. Die dabei anfallenden Honorarkosten sollen in den Haushalt 2018 eingestellt werden.

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