Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Digitalfunk wird teuer für Sendener Wehr

Einsätze

20.04.2015

Digitalfunk wird teuer für Sendener Wehr

Ehrungen bei der Feuerwehr: (von links) Vorsitzender Thomas Kast, Jens Bader, Tobias Stadler, Christoph Klein und Kommandant Peter Walter.
Bild: Häusler

Den Löschkräften stehen Investitionen bevor. Aber die Technik hat auch Vorteile

214-mal rückte die Feuerwehr Senden im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus: Diese Bilanz zog Kommandant Peter Walter bei der Mitglieder- und Dienstversammlung. Der Brand in den Wieland-Werken war davon der Größte. Mit gemischten Gefühlen erwarten die Löschkräfte den neuen Digitalfunk – der sei zwar sicher, aber auch teuer, hieß es.

Im November waren die Sendener zur Unterstützung der Vöhringer Wehr gekommen, um den in einer Fertigungshalle ausgebrochenen Großbrand in dem Industriebetrieb in Schach zu halten. Zu Hilfe eilten die Feuerwehrleute aber auch bei mehreren Sendener Wohnungsbränden sowie Verkehrsunfällen und der Suche nach vermissten Personen.

Wie schon in den Vorjahren dominieren aber nicht die Brandeinsätze, sondern technische Hilfeleistungen die Statistik. Dazu gehören etwa Wohnungsöffnungen und das Beseitigen von Ölspuren auf Straßen. Sie machten fast drei Viertel der Einsatzstunden aus, deren Zahl insgesamt bei 3035 Stunden lag.

Die 86 Aktiven führten im vergangenen Jahr insgesamt 35 Übungen durch – insgesamt 1480 Stunden. Sie widmeten sich dabei Themenbereichen wie Absturzsicherung, Truppführer, Erste Hilfe oder Atemschutz. Mehrere Mitglieder legten zudem erfolgreiche Leistungsprüfungen ab. Erneut wurde in Senden die modulare Truppausbildung abgehalten, die nun allen Floriansjüngern eine einheitliche Grundausbildung sichern soll.

Derzeit zählt der Feuerwehrverein 117 Mitglieder. Sie unterstützen die Arbeit der Feuerwehr unter anderem bei Veranstaltungen. Dazu gehörte die Mitwirkung beim Maibaumstellen, die auch für dieses Jahr wieder geplant ist. Vorgesehen sei diesbezüglich die Montage neuer Halterungen, sagte Vorsitzender Thomas Kast. Teilnehmen wolle der Verein auch am Blaulichttag, der anlässlich des Jubiläums der Stadterhebung Sendens veranstaltet werden soll.

Die Jugendgruppe besteht aktuell aus 15 Jugendlichen, die sich an Ausbildungen und Leistungswettbewerben beteiligt haben. Viel positive Resonanz, so Jugendwart Manuel Becker, gab es für die Organisation des Kreisjugendfeuerwehrtags im September.

Lob bekamen die Ehrenamtler vonseiten der Stadt. Die Helfer erbrachten „unverzichtbare Leistungen“, sagte zweiter Bürgermeister Josef Ölberger. Ohne die Freiwilligen wäre es nicht möglich, diese Pflichtaufgaben zu bewältigen. Er hob hervor, dass die Stadt „eine stolze Summe“ in die Ausstattung der Feuerwehr investieren werde, unter anderem in den Digitalfunk.

Darüber sprach auch Kreisbrandinspektor Werner Wild: Da wird finanziell noch „einiges auf uns zukommen“, erklärte er, denn es würden nur 80 Prozent der Anschaffungskosten bezuschusst. Der Digitalfunk habe aber vor allem Vorteile – gewährleiste eine sichere Sprachübertragung. Die „Blaulicht-Fraktion“ habe einen gemeinsamen Auftrag, sagte Ulrich Polzmacher, Chef der Sendener Polizei. „Und die Bürger können sich auf uns verlassen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren