1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Donaufest: Diese Künstler kommen in die Doppelstadt

Vorschau

20.01.2016

Donaufest: Diese Künstler kommen in die Doppelstadt

Ein Avantgarde-Star kommt zum Donaufest: der rumänische Geiger Alexander Balanescu.
Bild: Janos Marja (dpa)

Die zehnte Ausgabe bietet vom 1. bis zum 10. Juli mehrere Uraufführungen – und ein besonderes Fotoprojekt

Zehn Tage, zehn Länder, eine Veranstaltung: Alle zwei Jahre bringt das Internationale Donaufest Kultur und Lebensart aus den Donauländern nach Ulm und Neu-Ulm. Dieses Jahr ist es wieder so weit: Vom 1. bis zum 10. Juli läuft das Festival, für welches das Donaubüro derzeit die Werbetrommel auf der Stuttgarter Touristikmesse CMT rührt. Passend dazu gewähren die Organisatoren des Festes einen ersten Einblick in das Kulturprogramm der zehnten Auflage, das erneut einen Bogen von Klassik und Pop bis zu Literatur, Theater, Tanz und Ausstellungen spannt.

Eröffnet wird das Donaufest am 1. Juli mit einer Uraufführung im Theater Ulm: Der in London lebende rumänische Komponist und Violinist Alexander Balanescu komponiert „Treibgut“ als choreografisches Musiktheater. Neben Balanescu und seinem gleichnamigen Quartett, das zu den bekanntesten Avantgarde-Ensembles Europas gehört, werden die Musiker des Philharmonischen Orchesters, die Ballettcompagnie und Gesangssolisten des Theaters Ulm mitwirken. Aus allen Donauländern sind darüber hinaus Tänzer sowie weitere Musiker zur gemeinsamen Arbeit eingeladen. Weitere Aufführungen sind am 3., 5., 7. und 8. Juli.

Inzwischen ein fester Bestandteil des Kulturprogramms ist der Instrumental-Wettbewerb. Musikhochschulen der zehn Donau-Anrainerstaaten nominieren dafür jeweils zwei Studierende. Der Wettbewerb 2016 wird der Violine gewidmet sein und am 4. und 5. Juli in der Musikschule Ulm ausgetragen. Eine dreiköpfige Jury entscheidet über die Preisvergabe, den Vorsitz hat Alexander Balanescu übernommen. Der Preisträger konzertiert am 6. Juli mit dem Kammerorchester der Ulmer Philharmoniker.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Auch neue Formate sollen dieses Jahr erprobt werden: Bei der „IDF-Factory“ etwa sollen Musiker aus den Donauländern während des Festes gemeinsam Programme entwickeln, die dann im Konzertzelt auf dem Marktgelände Premiere haben sollen. Unter anderem werden die österreichische Poetry-Pionierin Yasmo und ihr neunköpfigen Rap-Jazz-Funk-Klangkörper mit der Vöhringer Band Qunstwerk kooperieren.

Donau-Frauen kommen zum Absacker

Neben der Musik sollen aber auch die anderen Künste nicht zu kurz kommen. Speziell die Literatur: Im Stadthaus werden an zwei Abenden prominente Schauspieler Texte der serbischen Schriftsteller Danilo Ki und Aleksandar Tisma lesen. „Frauen an der Donau“ ist in diesem Jahr Thema des „Literarischen Absackers“, der an sieben Abenden Literatur zum Tagesausklang in der Galerie Tobias Schrade bieten wird: zu später Stunde vorgetragen von Schauspielern des Theaters Ulm, mit musikalischer Untermalung.

Die dunklen Seiten des Donauraums sollen ebenfalls zur Sprache kommen. Mit seinem Projekt „Under the Bridge“ widmet sich der Ulmer Udo Eberl dem Rand der Gesellschaft. Auf seinen Recherche-Reisen entlang der Donau wird der Journalist Obdach- und Heimatlose aus unterschiedlichsten Kulturkreisen treffen, sie interviewen und ablichten. „Under the Bridge“ soll vom Leben unter der Brücke und am Rande der Gesellschaft erzählen. Das Projekt wird während des Donaufestes doppelt zu sehen sein: hinter Glas in den Räumen des Edwin-Scharff-Hauses, aber auch auf Plakaten auf dem Festivalgelände an der Donau.

Dieses wird sich auch 2016 in bekannter Form präsentieren: mit den beiden Veranstaltungsbühnen auf der Donauwiese und einer auf der Neu-Ulmer Seite. (az/mgo)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren