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Polizei

17.08.2020

Drei tragische Unglücke, zwei mit Todesfolge

Das Resultat der Frontalkollision bei Illerriefen.
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Das Resultat der Frontalkollision bei Illerriefen.
Bild: Wilhelm Schmid

Am Freitag ist ein Radler in Neu-Ulm gestorben, bei Langenau ist am Samstag eine Mitfahrerin tödlich verunglückt

Noch ist unklar, was zum Tod eines 48-jährigen Radfahrers am Freitagabend an der Illerbrücke bei Neu-Ulm führte. Gegen 19 Uhr war der Radler vom Ulmer Stadtteil Wiblingen aus auf dem Radweg Richtung Neu-Ulm unterwegs. Kaum hundert Meter nach der Illerbrücke geriet er nach Zeugenaussagen ins Schlingern und kippte vom Fahrrad auf die Fahrbahn. Gleichzeitig kam ein Wohnmobil aus Richtung Neu-Ulm entgegen. Der Fahrer versuchte, dem Radfahrer auszuweichen, es kam aber zum Zusammenstoß, bei dem das Fahrrad überrollt wurde. Noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes halfen einige Ersthelfer an der Unfallstelle, darunter auch der Kreisverbandsarzt des DRK Ulm. Dieser war mit seinem Dienstfahrzeug unterwegs und hatte medizinische Ausstattung an Bord, darunter auch ein EKG-Gerät und einen Defibrillator. Das Team der Helfer begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die der Rettungsdienst fortsetzte. Trotzdem konnte nur der Tod des 48-Jährigen festgestellt werden. Da der Auslöser des Unfalls unklar ist, hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungen angeordnet. Die Polizei (Telefon 0731/8013-0) sucht Zeugen, um den Hergang zu klären. Während der Unfallaufnahme wurde die Straße fünf Stunden voll gesperrt.

Auf der Landesstraße 260 bei Illerrieden kollidierten am Samstag zwei Autos frontal. Wie die Polizei berichtet, fuhr ein 41-Jähriger mit seinem BMW am Ortsausgang von Illerrieden Richtung Illerkirchberg. Er überholte in einer langen Rechtskurve mit überhöhtem Tempo zwei Autos. Am Ende kam ihm eine 21-jährige Ford-Fahrerin entgegen. Sie hatte keine Chance auszuweichen. Es kam zur Frontalkollision, die Frau wurde in ihrem Auto eingeklemmt. Die Feuerwehr aus Dorndorf befreite sie aus dem Wrack und nach Erstversorgung ihrer schweren Verletzungen wurde sie in eine Ulmer Klinik gebracht. Der 41-jährige Unfallverursacher blieb nach zweihundert Metern Schleuderfahrt mit dem BMW in einem Acker stecken – und flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Eine Suchaktion der Polizei, bei der ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera helfen sollte, wurde aber schnell abgesagt. Die Polizei fand den Mann an seiner Wohnadresse. Der Grund für seine Flucht: Die Polizei nahm Alkoholgeruch bei ihm wahr, ein Test ergab einen Wert über der Fahruntüchtigkeitsgrenze.

Tödliche Verletzungen erlitt eine Mitfahrerin am Samstag bei einem Unfall zwischen Langenau und Leipheim. Gegen 18 Uhr abends waren drei Personen in einem Opel von Langenau in Richtung Riedheim (Leipheim) unterwegs. In einer Linkskurve geriet das Auto aus unbekannter Ursache nach rechts auf das Bankett und streifte einen Baum. Dadurch geriet das Auto ins Schleudern, überschlug sich mehrfach, blieb kopfüber auf einem Acker liegen. Die rechten Türen und beide Räder auf der rechten Seite wurden weggerissen. Eine 59-jährige Mitfahrerin auf der Rückbank wurde so schwer verletzt, dass der Notarzt an der Unfallstelle ihren Tod feststellen musste. Eine weitere Mitfahrerin wurde schwer verletzt, der 36-jährige Fahrer leicht.

Der Unfall begann auf der Gemarkung des baden-württembergischen Langenau, durch die einhundert Meter, auf denen sich das Auto überschlug, blieb es auf einem Acker der bayerischen Stadt Leipheim liegen. Daher nahm die Verkehrspolizei Heidenheim den Unfall auf – die Rettung und die Absicherung der Einsatzstelle leisteten Feuerwehren aus Riedheim und Leipheim. Zur Ermittlung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft einen Sachverständigen beauftragt.

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