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Theater-Open-Air

31.03.2011

Dreimal Liebe unter freiem Himmel

Sommer auf der „Burg“, die auch 2011 nicht zuletzt durch die Generalsanierung des Theaters Ulm zur Freilichtspielstätte erkoren wird. Unser Archivbild zeigt Andreas von Studnitz (l.) Sommer 2007 beim letzten Schliff für „Rigoletto“ und „Faust“.
Bild: Foto: roma

Sommer auf der Wilhelmsburg bringt „Rocky Horror Show“, „Don Carlo“ und den „Cyrano“

Ulm Am 15. Mai fällt der Vorhang im Großen Haus: Um 11 Uhr ist Matinee zur „Rocky Horror Show“. Und nach der gegen 16.40 Uhr endenden „Rheingold“-Vorstellung gehen in dieser Saison die Lichter auf der Großen Bühne aus. Das Theater Ulm wird in Zeiten unaufschiebbarer Umbaumaßnahmen weiter durchrenoviert. Im Podium wird weitergespielt. Doch die großen Produktionen ziehen auf die Wilhelmsburg, wo der Theatersommer mit „The Rocky Horror Show“ am Donnerstag, 26. Mai, um 21 Uhr durchstartet und „Don Carlo“ als Ausklang dieser sechs Theaterwochen das Spielzeitende markiert.

Spielzeit steht unter besonderem Erfolgsdruck

Dies ist kein Pappenstiel. Denn die Wilhelmsburg muss laufen, drängte auch der Kulturausschuss angesichts deutlich sinkender Besucherzahlen der saisonalen Zwischenbilanz. Hier plädierte Ralf Milde (FWG) dafür, auf der Wilhelmsburg künftig kostengünstig eine feste Open-Air-Tribüne zu installieren, die nicht immer wieder auf- und abgebaut werden müsse.

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In der Saison 2010/2011 wird noch auf- und abgebaut. Doch die Freilicht-Kulisse der „Burg“ mit 1500 überdachten Plätzen, die das Theater bis 15. Juli nutzen kann, wird erstmals im Anschluss ans Theater-Open-Air von einem anderen Kulturträger genutzt: Am 22. und 23. Juli feiert die Junge Bläserphilharmonie Ulm (JBU) ihren 50. Geburtstag mit der Aufführung der „Queen Symphony“ in der Open-Air-Kulisse der Wilhelmsburg.

Drei Produktionen hat Intendant Andreas von Studnitz für den Theatersommer auf Ulms beliebtester Freilichtstätte vorgesehen: Richard O’Briens Kultmusical „The Rocky Horror Show“ in der Inszenierung von Daniel Ris (Premiere 26. Mai, 21 Uhr); Giuseppe Verdis vieraktige Oper „Don Carlo“ (Premiere 9. Juni, 20 Uhr, Regie: Matthias Kaiser) sowie Edmond Rostands Komödie „Cyrano de Bergerac“ (Premiere 16. Juni, 21 Uhr, Regie: Andreas von Studnitz).

Rocky Horror Show: Eigentlich wollten sie nur mal kurz telefonieren: Brad und Janet, die brav Verlobten. Doch brav ist im Schloss ohne Telefon sonst keiner. Fürs Publikum gilt: Mitsingen erlaubt. Mitgebrachte Wasserpistolen, Reistüten oder Kostümkreationen sind auch auf der Wilhelmsburg durchaus erwünscht, sagt die Theaterdramaturgie. Roberto Scafati choreografiert, das Bühnenbild stammt von Britta Lammers, Kostüme macht Mona Hapke. Die „Horror“-Truppe rekrutiert sich aus dem Ballettensemble. Dazu gesellen sich Musicalstimme Henrik Wager, Thomas Kollhoff und Antonio Lallo. Die musikalischen Fäden zieht Keyboarderin Ariane Müller aus dem Zentrum ihrer Band.

Don Carlo: Mit deutschen Untertiteln geht die Verdi-Oper nach Schillers „Infant von Spanien“ über die Freilichtbühne. Es geht um alles: um Legitimation von Herrschaft, um in den Tod reichende Freundschaft, um Verrat und Vertrauen in der Liebe, um Aufklärung und Selbstbestimmung. Nisl Schweckendiek leitet die Ulmer Philharmoniker, Matthias Kaiser inszeniert, das Bühnen- und Kostümbildnerinnenduo ist Britta Lammer und Angela C. Schuett. Oxana Arkaeva singt die Elisabetta, Xavier Moreno bietet den Don Carlo und Kwang-Keun Lee den Rodrigo.

Cyrano de Bergerac: In Rostands romantischer Komödie geht es um einen Haudegen, begnadeten Dichter, streitbaren Philosoph und Soldaten. Nur eine einzige Schwäche hat der Adlige aus der Gascogne, seine zu groß geratene Nase, die nichts für Romanzen ist. Die unsterbliche Geschichte einer großen Liebe inszeniert Andreas von Studnitz für die „Burg“. Es spielen unter anderem: Johanna Paschinger, Sibylle Schleicher, Aglaja Stadelmann, Ulla Willick; Karl Heinz Glaser, Fabian Gröver, Walter von Have und Thomas Kollhoff.

Tickets können bestellt werden bei der Theaterkasse unter der Telefonnummer (0731) 1614444.

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