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Neu-Ulm

17.12.2019

Drogen-Razzia: Polizei stellt Kokain im Wert von 20 Millionen Euro sicher

500 Kilo Koks hat die Polizei in Neu-Ulm sichergestellt.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Eine halbe Tonne Kokain - so viel hat die Polizei bei einem Einsatz in Neu-Ulm sichergestellt. Am Dienstag haben die Behörden erklärt, wie der aufsehenerregende Großeinsatz ablief.

Ein spektakulärer Großeinsatz hat am Wochenende in Neu-Ulm für Aufsehen gesorgt: Die Ermittler stellten fast 500 Kilogramm Kokain sicher. Sechs Tatverdächtige wurden festgenommen. Details zu dem Fall gab das bayerische Landeskriminalamt am Dienstag bekannt.

Am Freitag fand demnach ein Mitarbeiter eines Fruchtgroßhandels in Neu-Ulm im Rahmen regulärer Qualitätskontrollen verdächtige Päckchen in Bananenkartons und verständigte die Polizei.

Neu-Ulm: Polizei stellt 500 Kilogramm Kokain sicher

Die Ermittlungen wurden von der Ermittlungsgruppe Rauschgift Südbayern des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen übernommen. Unterstützt wurden die LKA-Beamten durch die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm.

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Die Ermittler stellten fest, dass zwei Lastwagen bei der Firma zum Entladen angekommen waren, die am gleichen Ort beladen wurden. Deshalb wurde die gesamte Ladung dieser Fahrzeuge überprüft. Darin waren in Bananenkisten knapp 500 Kilogramm Kokain versteckt, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Ein dritter Lastwagen aus dieser Lieferung wurde von niederländischen Polizisten am Beladeort, einem niederländischen Hafen, durchsucht, ohne dass dort Verdächtiges gefunden wurde.

In der Nacht auf Sonntag wollten die Verdächtigen offenbar das Kokain bergen

In der Nacht auf Sonntag versuchten dann mehrere Männer das Kokain im Fruchtgroßhandel "abzuholen", teilt die Polizei mit. Dazu brachen zunächst drei Personen in die Halle ein. Unter Mithilfe weiterer vier Personen, die Taschen dabei hatten, wollten sie das Rauschgift bergen. Die Behörden hatten das Gelände observiert, es zu einem Einsatz von Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei. Noch in unmittelbarer Tatortnähe konnten sechs Männer festgenommen werden.

Während der Verfolgung eines Flüchtigen verletzte sich ein Polizeibeamter an der Hand, einer der Festgenommenen zog sich ebenfalls eine Schnittverletzung an der Hand zu.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um sechs Männer im Alter von 24 bis 39 Jahren. Fünf dieser Personen sind albanische Staatsangehörige, einer stammt aus Rumänien. Es ist davon auszugehen, dass sie extra für diese Tat aus ihrem Heimatland nach Bayern gereist sind und nach erfolgter Tatausführung wieder ausgereist wären.

Das sichergestellte Kokain hat einen Wert von etwa 20 Millionen Euro.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Stundenlang kreiste ein Hubschrauber über Neu-Ulm

Der Einsatz hatte in der Nacht für einigen Wirbel in der Umgebung gesorgt. In der Nacht zum Sonntag war stundenlang ein Polizeihubschrauber über Neu-Ulm gekreist und hatte ein Gelände im Süden der Stadt mit Suchscheinwerfern ausgeleuchtet. Am Boden waren zahlreiche Polizeikräfte im Einsatz und durchsuchten unter anderem den Verkehrsübungsplatz. Zeugen sahen, wie die Beamten Büsche, Hütten und Garagen kontrollierten. Erst gegen Mittag drehte der Hubschrauber ab und auch die Sonderkräfte fuhren davon. Mehrere Bürger riefen wegen des Großeinsatzes besorgt bei der Polizei an, erhielten jedoch keine Auskunft darüber. Nur die Mitteilung, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. (mit AZ, dpa)

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