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Ulm, Neu-Ulm, Senden

15.01.2020

Drogenrazzien in Ulm, Neu-Ulm und Senden

Verdacht auf illegale Drogen: Am Mittwoch wurde in der Ulmer Olgastraße ein Haus durchsucht.
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Verdacht auf illegale Drogen: Am Mittwoch wurde in der Ulmer Olgastraße ein Haus durchsucht.
Bild: Ralf Zwiebler

In Neu-Ulm, Ulm und Senden durchsuchte die Polizei mehrere Objekte. Außerdem ermittelte die Polizei rund um den spektakulären Kokainfund bei Fruchthof Nagel.

Wie das Landeskriminalamt in München (LKA) auf Nachfrage sagt, gab es am Mittwoch eine Polizeiaktion im Zusammenhang mit dem Kokainfund in Bananenkisten bei Fruchthof Nagel. Um eine Razzia habe es sich aber nicht gehandelt. Es sei lediglich der Weg eines Täters abgelaufen worden in der Hoffnung weitere Spuren zu finden. „Normale Ermittlungsarbeit.“ Weitere Angaben konnte ein Sprecher des LKA nicht machen.

Davon unabhängig lagen der Kriminalpolizei in Neu-Ulm nach eigenen Angaben Erkenntnisse über einen 33-jährigen Mann vor, der im Verdacht stand, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel zu treiben.

Bei allen vier Tatverdächtigen habe es in den frühen Morgenstunden am Mittwoch eine zeitgleiche Durchsuchung durchgeführt. Unter anderem wurde nach Informationen unserer Zeitung ein Haus in der Ulmer Olgastraße durchsucht. Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass es auch in Neu-Ulm und Senden eine Durchsuchung gab.

Drogenrazzien in Ulm, Neu-Ulm und Senden

Hierbei sei die Kripo Neu-Ulm bei einem Durchsuchungsobjekt durch bewaffnete Spezialeinsatzkräfte unterstützt worden. Der Polizei lagen Erkenntnisse über einen etwaigen Waffenbesitz eines Verdächtigten vor. Bei den Durchsuchungen wurden kleinere Mengen an Kokain und Marihuana sowie Anabolika, Drogenersatzstoffe und Waffen sichergestellt. Zur rechtlichen Einordnung der Waffen werden beim Bayerischen Landeskriminalamt waffentechnische Untersuchungen in Auftrag gegeben. Bargeld und scheinbar hochwertige Uhren – deren Echtheit noch zu prüfen ist – wurden beschlagnahmt. Denn es gebe den Verdacht, dass die Uhren aus dem Handel mit Betäubungsmitteln stammen könnten. Die Tatverdächtigen wurden nach ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Sie schweigen derzeit zu den Tatvorwürfen.

Zum Hintergrund: Ein spektakulärer Großeinsatz hatte im Dezember für Aufsehen gesorgt: Die Ermittler stellten wie berichtet fast 500 Kilogramm Kokain sicher. Sechs Tatverdächtige wurden festgenommen. Ein Tatbeteiligter ist flüchtig.

Ein Mitarbeiter des Fruchtgroßhandels in Neu-Ulm fand im Rahmen regulärer Qualitätskontrollen verdächtige Päckchen in Bananenkartons und verständigte die Polizei. (heo)


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