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22.06.2009

Dunkle Wolken über Schrebergärten

Neu-Ulm/Pfuhl (pfl) - Es grünt und blüht herrlich in den zwei Gartenkolonien des Kleingartenvereins in Pfuhl. Doch die Idylle trügt: Es tobt ein heftiger Streit. Die Rede ist von Alleinherrschaft und Schlampereien.

Ein auf 8. Juni datiertes Schreiben machte dem vermeintlichen Frieden den Garaus. Darin versucht der Zweite Vorsitzende Michael Simmendinger und (fast) die gesamte Führungsriege, den Ersten Vorsitzenden Siegfried Werner abzusägen. Werner hat sich aber geweigert, zum gesetzten Termin, 15. Juni, seinen Hut zu nehmen. Deshalb wird nach Informationen unserer Zeitung Mitte Juli in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung neu gewählt.

Werner, erst vor fünf Monaten in der Jahreshauptversammlung mit großer Mehrheit und ohne Debatten auf weitere drei Jahre im Amt bestätigt, wolle sich nicht ausbooten lassen, sagt er im Gespräch mit der NUZ. Der Vorsitzende ist seit 1994 Vereinsmitglied - seit 2004 Vorsitzender. Sein Kontrahent Michael Simmendinger wurde im Juni 2007 Vereinsmitglied und im Januar 2009 - in Abwesenheit - zum Zweiten Vorsitzenden gewählt.

In den Augen des Ersten Vorsitzenden lief in der Vergangenheit, von etlichen kleineren Differenzen abgesehen, alles gut. Außerdem habe er Simmendingers Mitgliedschaft und das Pachten einer Parzelle im 'Eile' unterstützt, sagt Siegfried Werner. Doch das Blatt hat sich gewendet. In einem Schreiben vom 8. Juni, das sieben Vorstandsmitglieder und Zweiter Vorsitzender Simmendinger unterschrieben haben, wird Werner um den schriftlichen Rücktritt bis zum 15. Juni gebeten.

Dunkle Wolken über Schrebergärten

Seit dieser Zeit geht es hin und her - immer schriftlich. Die Lage spitzte sich zu, als der Zweite Vorsitzende ein Schreiben, datiert vom 15. Juni, an sämtliche 320 Vereinsmitglieder per Post abgeschickt hat. Darin wirft Simmendinger dem Vorsitzenden Alleinherrschaft und Schlampereien während der letzten drei Jahre vor. Speziell hätten die Erfahrungen der vergangenen drei Monate nun auch gezeigt, dass Werner diesen Stil fortführen wolle.

Deshalb habe sich die "Vorstandschaft einstimmig dazu entschlossen, nicht mehr weiter mit Herrn Werner zu arbeiten und ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niedergelegt, es sei denn, Siegfried Werner tritt freiwillig von seinem Amt als Erster Vorsitzender zurück …" Man wollte damit einen freiwilligen Rücktritt erreichen, um "das Ansehen von Herrn Werner wahren" und die Angelegenheit "ohne großes Aufsehen aus der Welt räumen" zu können, schreibt Simmendinger den Mitgliedern. Doch Werner wolle mit "aller Macht" im Amt bleiben. Gleichzeitig preist sich Simmendinger in dem Mitglieder-Schreiben als neuen Kandidaten für den Ersten Vorsitzendenposten an, wenn erneut gewählt werde.

Aber: "Sollte Herr Werner jedoch in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt werden, wird keiner der unterzeichnenden Ausschussmitglieder eine Neuwahl in sein Amt annehmen", warnt Michael Simmendinger.

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