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Neu-Ulm

02.08.2013

Ehrennadel für viel Herzblut

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Justizministerin Dr. Beate Merk überreichte Günter Mack und Reiner Schwarz (rechts) das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten.
Bild: Pressestelle Ministerium

Günter Mack aus Pfuhl und Reiner Schwarz aus Senden erhielten in München für ihre ehrenamtliche Tätigkeit das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Neu-Ulm/München Was wäre wohl gewesen, wenn Gertrud Mack mit Posaunenklängen nichts hätte anfangen können? Man weiß es nicht und für den Evangelischen Posaunenchor Pfuhl war das auch gut so. Denn so stellte sich Günter Mack über 60 Jahre lang ehrenamtlich in den Dienst des Chores, bildete unzählige junge Bläser im heimischen Musikzimmer aus, fungierte als Chorleiter und Dirigent. Und Ehefrau Gertrud hörte stets geduldig zu.

Am Dienstag wurde Günter Mack nun für seine besonderen Verdienste im Ehrenamt im Münchner Justizpalast von Justizministerin Dr. Beate Merk mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. „Als die Einladung gekommen ist, war ich schon sehr überrascht“, erklärte Günter Mack, freute sich deswegen jedoch nicht minder über die Ehre: „Es gibt einem ein gutes Gefühl, dass die viele Zeit und Arbeit, die man über Jahre hinweg in etwas hineinsteckt, auch gewürdigt wird.“

Genau das tat am Dienstag in Vertretung Horst Seehofers nun also Justizministerin Merk, die sich als ehemalige Oberbürgermeisterin Neu-Ulms besonders darüber freute, Jemandem aus der Heimat auszuzeichnen. Das „großartige Können des Chores“, der seit 80 Jahren von der Familie Mack geprägt wird – auf Friedrich Mack folgte der nun geehrte Günter, ehe dieser die Leitung 2002 an Sohn Stefan weitergab – habe sie selbst schon oft genossen. „Egal ob als Dirigent, Chorleiter oder Bläser: Über sechs Jahrzehnte hinweg haben sie dem Chor ihre Zeit geschenkt. Ihre Kraft. Oft bestimmt auch ihre Nerven. Vor allem aber ganz viel Herzblut“, sagte Merk und lobte insbesondere die Nachwuchsförderung des heute 76-Jährigen: „Ganzen Generationen junger Menschen haben sie Freude an der Musik vermittelt. Und das nicht gegen ein hohes Entgelt, sondern ehrenamtlich. Ohne ihr Engagement wäre das Dorf- und Gemeinschaftsleben in Pfuhl und Neu-Ulm um sehr viel ärmer gewesen.“

Günter Mack war am Dienstag jedoch nicht der Einzige aus dem Landkreis Neu-Ulm, dem Beate Merk das Ehrenzeichen übergab. Auch Reiner Schwarz aus Senden wurde diese Ehre zuteil. Seit 1977 ist er eine der wichtigsten Säulen des RSV Wullenstetten. Erst als Jugend- und Abteilungsleiter der Handballer, seit 2004 als Vorsitzender des ganzen Vereins, den er in Zeiten finanzieller Sorgen wieder auf die richtige Spur brachte. „Von ihnen kann man einiges lernen: Was es heißt, ein Teamplayer zu sein. Wie wichtig es ist, dass man mit aller Kraft für die gemeinsame Sache kämpft. Und dass man nur gewinnen wird, wenn jeder sich auf den anderen verlassen kann“, erklärte Merk, bevor auch Schwarz Urkunde und Anstecknadel erhielt.

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