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Weißenhorn

24.07.2018

Ein Abschied aus dem „Lehrerschlaraffenland“

Schulleiter Klaus Schneikart verabschiedet sich nach 14 Jahren am NKG aus seinem Amt in den Ruhestand.
Bild: Andreas Brücken

Klaus Schneikart, der Schulleiter des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums, bekommt auf dem Weg in den Ruhestand viel Lob für seine Arbeit.

Die Emotionen waren dem Schulleiter des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums (NKG) in der bebenden Stimme anzuhören, als sich dieser am Dienstag nach 14 Jahren an der Schule in den Ruhestand verabschiedete: „Weil es tolle Leute am NKG sind“, brachte es Klaus Schneikart ohne verschnörkelte Worte in seiner Rede auf den Punkt. Am Ende seiner Schullaufbahn verriet der künftige Pensionär, dass er als Schüler auch schon mal einen Spickzettel verwendet und die Schule geschwänzt habe: „Wir haben uns ins Café gesetzt, für 30 Pfennig Schlagsahne bestellt – weil es für mehr nicht gereicht hat.“

Auch seine Generation habe es also den Lehrern nicht immer leicht gemacht, sagte Schneikart und brach gleichzeitig eine Lanze für die Jugend: „Unsere Schüler sind meistens freundlich, höflich und sehr aktiv“, sagte er. Trotz aller Klagen, die es bisweilen dennoch gegeben habe, sei das NKG noch immer ein „Lehrerschlaraffenland“.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Thomas Höld, bedankte sich bei Schneikart für dessen langjähriges Engagement für die Schule: „Das vielfältige Angebot des NKG trägt ihre Handschrift.“ Die Personalratsvorsitzende Monika Göbel nannte in diesem Zusammenhang Projekte wie das Schul-Symphonieorchester, die Ferienakademie oder die Tanzgruppe „Rockodiles“. Die Beispiele seien der lebendige Selbstausdruck der Schule, der weit über die Region hinaus reiche.

Der Ministerialbeauftragte Peter Kempf brachte die Ruhestandsurkunde für Schneikart persönlich aus der Landeshauptstadt München in die Fuggerstadt. Mit Ernst und Humor sei es dem Schulleiter gelungen, Freunde und Unterstützer für das NKG zu gewinnen, sagte er. „Sie haben eine beeindruckende Lebensleistung vollbracht.“ (anbr)

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