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19.10.2009

Ein Drittel der Unternehmen plant Stellenabbau

Ulm (AZ) - Für die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation weiterhin außerordentlich schwierig. Viele Unternehmen klagen über massive Umsatzeinbußen. Der Druck auf die Arbeitsplatzsituation wächst.

Die Unternehmen der regionalen Metall- und Elektroindustrie haben sich auf der jährlichen Mitgliederversammlung ausgetauscht und die aktuelle Situation in der Kernindustrie analysiert. "Die dramatischen Zahlen des vergangenen Jahres entspannen sich etwas, dennoch ist die Lage vielfach noch als sehr schwierig zu bezeichnen", sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Thomas Handtmann, geschäftsführender Gesellschafter der Albert Handtmann Holding GmbH & Co.KG in Biberach.

Handtmann zitierte aus einer aktuell erstellten Umfrage unter den Mitgliedsfirmen, dass sich bei einigen Unternehmen die Umsatzeinbußen in diesem Jahr auf bis zu minus 40 Prozent belaufen. In der Summe der Unternehmen beliefe sich der Umsatzrückgang auf rund minus 20 Prozent (im Vergleich zu 2008). Dies werde auch Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation haben. 35 Prozent der Unternehmen planten im kommenden Jahr einen Arbeitsplatzabbau. Handtmann wies aber auch darauf hin, dass aktuell fast zwei Drittel der Unternehmen in Kurzarbeit sind und das diese massive, aber teure Beschäftigungssicherung in den meisten Fällen schon mehr als zwölf Monate liefe. "Zwei Drittel der Unternehmer sehen wenigstens keine Verschlimmerung der Lage in 2010", sagte Handtmann. "Wir können und dürfen auch bei den Innovationen und Investitionen nicht sparen, sodass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen", fügte er einen positiven Gedanken hinzu.

Beim Erfahrungsaustausch der Unternehmer sagte Dr. Tobias Mehlich, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ulm, dass die Unternehmen in Ulm und der Region im landesweiten Vergleich noch weit besser da stünden als ihre Kollegen in anderen Regionen. "Das liegt am breiten Spektrum der Unternehmensaktivitäten und an der Produktvielfalt in unserer Region Ulm und Oberschwaben", sagte Mehlich. Für die kommenden zwölf Monate seien Unternehmen, Betriebsräte und Gewerkschaften weiterhin enorm gefordert, um die Situation in jedem Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie gut zu meistern.

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